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Bis auf zwei stehen die Wohnungen in diesen beiden Häusern an der Eichendorffstraße in Oer-Erkenschwick seit kurzem leer.

Neues Update

Nach Groß-Razzia an der Eichendorffstraße - immer noch keine Spur von mehr als 100 Mietern

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Seit Monaten sorgten die Bewohner der Häuser Eichendorffstraße 43/45 für Ärger im Quartier. Dann kam eine Razzia - und jetzt stehen die meisten Wohnungen leer. 

Update 12. August, 7.30 Uhr

Noch immer türmen sich große Müllberge im Innenhof der beiden Mehrfamilienhäuser an der Eichendorffstraße 43 und 45 in Oer-Erkenschwick. Und von den mehr als 100 vorwiegend osteuropäischen Mietern ist immer noch nicht ihr jetziger Aufenthaltsort bekannt. Aber der Müll soll bis Mitte der Woche abtransportiert sein. Die Stadt hat dem Hauseigentümer entsprechende Auflagen gemacht.

Update 11. August, 10.50 Uhr

Von den meisten überwiegend osteuropäischen Mietern der beiden Mehrfamilienhäuser an der Eichendorffstraße 43/45 fehlt immer noch jede Spur. Sie haben zum Ende der vergangenen Woche ihre Wohnungen in den beiden Gebäuden, um die es in den zurückliegenden Monaten sehr viel Ärger gab, verlassen. Wo sie sich nun aufhalten, ist immer noch nicht nicht bekannt.

Erstbericht vom 10. August 2019

Von außen wirken die beiden nebeneinander an der Eichendorffstraße in Oer-Erkenschwick im Jahr 1970 gebauten Gebäude wie Geisterhäuser. Fast alle Räume sind unbewohnt, aber einige Fenster sind gekippt. Zwei, drei Deckenlampen brennen. Die Mercedes-Transporter der osteuropäischen Wohnungsmieter sind verschwunden. Nur im Innenhof türmt sich noch der Müll. Von den Menschen, die gerne auch außerhalb der Häuser lebten und lärmten und unter anderem deshalb für Unmut in der Nachbarschaft sorgten, gibt es aber keine Spur. Sie sind spurlos verschwunden.

Oer-Erkenschwick: "Niemand weiß, wo die hin sind"

"Wo die hin sind, weiß ich nicht", sagt der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak. Er gehörte zu den Behördenvertretern, die zusammen mit einem großen Polizeiaufgebot in der Nacht zum 19. Juli alle 142 in den beiden Gebäuden gemeldeten Personen, deren Wohnungen und Fahrzeuge sowie die Garagen kontrolliert hat. Vorausgegangen waren der Großrazzia seit Monaten zahlreiche Bürgerbeschwerden über Vermüllung, Rattenbefall, Lärm und sogar Bedrohungen.

Osteuropäische Mieter haben Kündigung erhalten

Während einer Tage zuvor von der Stadt initiierten Anwohnerversammlung im Sitzungssaal hatten noch vor der Razzia zwei Vertreter des Gebäudeeigentümers erklärt, dass allen osteuropäischen Mietern der beiden Häuser gekündigt worden seien. "Offenbar hat die Tatsache, dass diese Menschen hier nicht mehr leben, mit diesen Kündigungen zu tun", sagt Gzreskowiak.

Lesen Sie auch: Vertreter von Jugendamt, Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei waren an der Großrazzia an der Eichendorffstraße beteiligt. Und das waren die Ergebnisse der Durchsuchungen.

Zuvor hatte die Stadt, nachdem die Beschwerden aus der Nachbarschaft massiver wurden, Bürger zu einer Versammlung in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen.

Bereits im November 2017 wurden Anwohnerbeschwerden über Müllberge und dadurch bedingten Rattenbefall laut.

Es hat sich etwas getan an der Eichendorffstraße - das ist der neueste Stand der Dinge.

1000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz: Warum die Polizei die frei im Internet zugängliche Sprengstoff-Plattform stilllegt - und auch in Dorsten aktiv war. 

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