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Freuen sich mit Mädchen und Jungen über das Streuobstwiesen-Projekt in Rapen: (hinten v.l.) Landwirt Josef Janinhoff, Stifter Christian Wegner und die Erzieher Emin Hidir, Jaqueline Ebel sowie Nadine Riße.

Am Krikedillweg

Von wegen Stechen - Fleißige Mauerbienen arbeiten für Rapener Kinder

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Es summt und brummt am Krikedillweg in Rapen. Dort futtern sich rote Mauerbienen satt. Sie bestäuben nebenan Obstbäume. Und davon profitieren Rapener Kinder.

Oer-Erkenschwick - Christian Wegner (53) hat zusammen mit seiner Frau Petra auf seinem Grundstück am Krikedillweg Mädchen und Jungen der beiden Rapener Kindergärten und der Clemens-Höppe-Schule zu Gast. Und das aus einem besonderen Grund: Denn am Mittwoch hat das Ehepaar Wegner sein großes Ökoprojekt eingeweiht. Hinter der insgesamt gut 82.000 Euro teuren Investition steckt die Bürger-gestalten-Zukunft-Stiftung, deren Vorstände Petra und Christian Wegner sind.

Stiftung unterstützt Kinder und Jugendliche

„Wir haben uns insbesondere den Umwelt- und Landschaftsschutz sowie die Hilfe für Kinder und Jugendliche auf die Fahnen geschrieben“, erzählt Wegner, während sich die Kinder an frisch geernteten Kirschen und an Apfelsaft laben. „Der Saft stammt von einere Streuobstwiese aus Süddeutschland. Aber künftig sollen die Kinder Saft aus Rapen trinken“, kündigt Wegner an. 

Alte Obstsorten auf 16.000 Quadratmetern Land

Und das ist das Projekt: Das Ehepaar Wegner hat rund um sein Grundstück insgesamt 16.000 Quadratmeter Land aufgekauft und schon vor drei Jahren damit begonnen, dort Obstbäume alter Sorten zu pflanzen. Mittlerweile tragen viele der Setzlinge schon Früchte. Arrondiert wird das Privatgelände von Beerensträuchern und vielen Alt-Bäumen, in denen zahlreiche Nisthilfe für unterschiedlich große Vögel angebracht sind. 

Das Bestäuben übernehmen die Bienen

Die eigentliche Arbeit, also das Bestäuben der Apfel-, Birn-, Pflaumen- und Kirschbäume übernehmen Bienen. Auf der einen Seite Honigbienen von Imker Eduard Willner, aber auch rote Mauerbienen. Das ist eine Wildbienenart, die ausschließlich Obstbäume und Beerensträucher bestäubt und deshalb gerade in Streuobstwiesen zum Einsatz kommt. Als Bienenfutter dienen dann die Blumen auf einem rund 6000 Quadratmeter großen Stück Land, das die Stiftung angepachtet hat und auf dem Landwirt Josef Janinhoff die Blumenmischung „Veitshöchheimer Bienenweide“ ausgebracht hat. „Eine tolle Sache“, meint der Bauer, der schon rund 1,5 Hektar seines Ackerlandes zur Bienenweide umfunktioniert hat. 

Kinder bekommen kostenloses Schulobst

Profitieren sollen die Mädchen und Jungen der beiden Rapener Kindergärten und der Grundschule. Sie dürfen das Areal als grünes Klassenzimmer nutzen, bekommen künftig von den Bäumen kostenloses Schulobst und werden Saft pressen. Und vielleicht entstehen dort künftig sogar Arbeitsplätze...

Bienen sollen künftig auch bei einem anderen Projekt in der Stadt eine wichtige Rolle spielen.

Auch bei einem Dattelner Obstbauern sorgen Bienen für eine gute Ernte.

An der Biologischen Station in Oer kann man sich über Wildbienen informieren.

Die Biologische Station lädt zum Tag der Honigbiene an die Zechenbahn in Oer.

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