Allein 20.000 Euro hat der Abriss der Brandruine in der Kleingartenanlage gekostet. Nachbar Rüdiger Behrendt bekommt in Kürze für seine im Augenblick offene Parzelle einen Flechtzaun.
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Allein 20.000 Euro hat der Abriss der Brandruine in der Kleingartenanlage gekostet. Nachbar Rüdiger Behrendt bekommt in Kürze für seine im Augenblick offene Parzelle einen Flechtzaun.

Vorstand hat entschieden - Jetzt mit Update

Nach dem Großbrand: Diesen Neubau haben sich die Kleingärtner in Oer-Erkenschwick vorgenommen

  • Jörg Müller
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  • Michael Dittrich
    Michael Dittrich
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Diese Neujahrsnacht werden die Kleingärtner nicht vergessen: Der Küchentrakt war abgebrannt. Jetzt sind die Gärtner in Sachen Wiederaufbau einen Schritt weiter.

  • Nach dem Neujahrsbrand ist die Küchentrakt-Ruine abgerissen
  • Verein wartet wegen des Fundaments noch auf einen Gutachter
  • Kleingärtner haben sich nun für einen Blockhaus-Neubau entschieden

  • Update, 26. Juli, 10.38 Uhr: Jetzt hat sich der Vorstand des Vereins „Arbeit und Freude“ in Oer-Erkenschwick für den Bau eines Blockhauses entschieden. „Den Bauantrag haben wir schon gestellt“, sagt Vorsitzender Bernhard Gabriel. Für den Neubau haben die Kleingärtner den Oer-Erkenschwicker Georg Schäfer engagiert. „Diese Lösung können wir mit dem Geld von der Versicherung und den Spenden, die wir nach dem Brand bekommen haben, finanzieren“, sagt Gabriel. Sonderzahlungen von den Mitgliedern für die Baumaßnahme werden voraussichtlich nicht fällig. Das Haus aus Holzfertigbauteilen wollen die Kleingärner bei einem Hersteller in Haltern bestellen. Es bietet eine Nutzfläche von 45 Quadratmetern, das sind fünf Quadratmeter mehr als bisher. Es soll Platz bieten für eine große Küche und einen Raum für Vorstandssitzungen nebst Archiv. Eine Gasheizung werden wir nicht einbauen, weil das Blockhaus nur kurzzeitig genutzt wird, reicht auch eine elektrische Heizung“, meint Gabriel. Gebaut wird das Blockhaus an der gleichen Stellen wo vorher das alte Wirtschaftsgebäude stand. Das Fundament wollen die Kleingärtner in Eigenleistung erstellen.

Update, 23.  März, 15.37 Uhr: Nach dem Brand in der Silvesternacht herrscht immer noch Unklarheit über den  Neubau eines Küchentrakts in der Kleingartenanlage an der Ahsener Straße. Erst hat sich der Abriss der Brandruine um sechs Wochen verzögert. Jetzt warten die Kleingärtner schon seit Wochen auf einen Gutachter, der beurteilen soll, ob das Fundament des abgebrannten Gebäudes noch benutzbar ist. „Jetzt haben wir die Zusage bekommen, dass der Gutachter diese Woche kommt“, sagt der Vorsitzende Bernhard Gabriel. Ohne das Fundament könnten die Kleingärtner direkt am Vereinsheim anbauen.

Oer-Erkenschwick: Fundament abgerissen

Die bisherige Berichterstattung:

Mittlerweile ist die Ruine des abgebrannten Wirtschaftsgebäudes in der Kleingartenanlage in Oer-Erkenschwick abgerissen, auch der Gastank ist entsorgt. Aber die Zukunft des Fundaments steht noch in den Sternen. Der Gutachter muss entscheiden, ob es noch für einen Neubau taugt, oder ebenfalls abgerissen wird – auf Kosten der Versicherung. „Vorher sind uns die Hände gebunden. Die Planungen für einen neuen Küchentrakt als Anbau ans Vereinsheim oder an alter Stelle sind noch vollkommen offen“, sagt Kleingärtner-Vorsitzender Bernhard Gabriel. 

Oer-Erkenschwick: Viele Kaufbelege beim Brand vernichtet

Ebenfalls noch nicht geklärt ist die Summe, die die Versicherung für die Inventarschäden zahlt. „25.000 Euro haben wir angemeldet, werden aber nur einen Teil davon bekommen, weil viele Kaufbelege bei dem Brand vernichtet wurden“, erläutert Gabriel. Fest steht bisher nur die Summe für den Gebäudeschaden. 40.000 Euro reichen aber längst nicht für einen Neubau. 

Feste sollen in Oer-Erkenschwick stattfinden

Gute Nachricht für die Bürger: Die traditionellen Feste in der Kleingartenanlage in Oer-Erkenschwick sollen ab dem Frühsommer nach jetzigem Planungsstand stattfinden. Neben dem Erbsensuppe-Essen am Vatertag (21. Mai ab 11 Uhr) stehen auch wieder das Sommerfest (27./28. Juni ab 14 bzw. 11 Uhr) der Allerheiligen-Kaffee (1. November ab 14 Uhr) und der Martinsmarkt (14. November, ab 16 Uhr) auf dem Terminkalender. Die für den 26. September geplante Sauerkraut-Aktion kommt indes noch auf den Prüfstand. Gabriel meint: „Die Nachfrage geht deutlich zurück. Wir haben vergangenes Jahr die Menge schon auf die Hälfte reduziert. Es ist fraglich, ob sich das Sauerkrauthobeln noch lohnt.“

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