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Werkstattleiter Manuel Stasinski (l.) und Kollege Volker Conradt kontrollieren den neuen Streuaufsatz.

Baubetriebshof im Einsatz 

Winter kann kommen - Schneemänner salzen die Straßen jetzt digital    

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24 „Schneemänner“ vom Bauhof stehen seit Anfang November in den Startlöchern. Mehr als 30 Tonnen Salz haben sie bereits in Oer-Erkenschwick gestreut.

Viele haben es morgens auf dem Weg zur Arbeit gar nicht bemerkt. Aber an sechs Tagen war es schon glatt am Stimberg, die Winterdienst-Bereitschaft musste etliche Straßen mit der bewährten Mischung aus Streusalz und Sole behandeln. Neu sind allerdings die Salzstreuer. Gesalzen wird jetzt digital. „Keine Knöpfe mehr, Streumenge und -breite lassen sich jetzt wesentlich genauer auf dem Touch-Display einstellen. Das ist viel bedienungsfreundlicher“, sagt Werkstattleiter Manuel Stasinski.

Rote Karte für Winterdienst in Oer-Erkenschwick  

Angetrieben wird der neue Winteraufsatz von der Fahrzeughydraulik. Am Fassungsvermögen hat sich nicht viel geändert. Der Salzstreuer hat drei Kubikmeter Streugut im Gepäck, das sind sechs Tonnen. Dazu kommen zwei Tanks mit jeweils 500 Liter Solegemisch. Jeweils acht Mann in drei Schichten stehen auf Abruf bereit. Jeden Morgen um 8 Uhr nach Eingang des aktuellen Wetterberichts gibt es entweder die grüne oder rote Karte für die Winterdienst-Schicht. „Rot bedeutet, dass je nach Wetterlage ab 3.30 Uhr ein Streuwagen zur Kontrolle rausfährt und möglicherweise die übrigen Kollegen alarmiert. Bei grüner Karte kann die Bereitschaft beruhigt durchschlafen“, sagt Bauhofleiter Gerold Schmelter.

Straßen mit hohem Glätterisiko auf der Liste  

Kontrolliert werden zuerst die Straßen mit dem größten Glätterisiko. „Auf dieser Liste steht die Bachstraße im Bereich des offenen Feldes ganz oben, gefolgt von der Recklinghäuser Straße, Theodor- und Haardstraße. Besonders anfällig ist auch das Pflaster auf dem Berliner Platz“, meint Schmelter. Nicht mitten in der Nacht, sondern zwischen 7 und 8 Uhr sei die Glättegefahr am größten. „Wenn die Luft sich erwärmt und nach oben steigt, drückt sie dabei kältere Luft nach unten“, sagt Schmelter. 

Salzlager in Oer-Erkenschwick ist mehr als halbvoll   

Das Salzlager auf dem Bauhof ist noch mehr als halbvoll. „Die etwa 350 Tonnen reichen dicke für einen ganz normalen Winter wie in den vergangenen Jahren. Wir bestellen trotzdem sicherheitshalber noch Salz nach“, sagt Schmelter. Zwischen 60 bis 90 Euro kostet die Tonne. Bei strengen Wintern und Engpässen kann der Preis auch mal in die Höhe schnellen. Schmelter meint: „Wir setzen mit Rücksicht auf die Umwelt natürlich so wenig Streusalz wie möglich ein.“

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