So sieht ein Antigen-Schnelltest aus.
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Antigen-Schnelltests sollen bald auch in den Oer-Erkenschwicker Altenheimen eingesetzt werden.

Kreis muss Konzept genehmigen

Schnelltests in Altenheimen - so weit sind die Pflegeeinrichtungen in Oer-Erkenschwick mit der Umsetzung

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Vereinsamte Altenheim-Bewohner, die von der Außenwelt abgeschnitten sind: Dieses Szenario soll sich nicht wiederholen. Dafür sollen zukünftig Schnelltests auch für Besucher sorgen.

Geändert hat sich an der seit Monaten gültigen Besuchsregelung in den Oer-Erkenschwicker Einrichtungen bisher aber noch nichts. „Die Schnelltests werden kommen. Wir arbeiten aber noch an einer Test-Strategie, die vom Kreis Recklinghausen genehmigt werden muss“, sagt der Leiter des Awo-Seniorenzentrums „Auf dem Kolven“, Peter Gumprich. Auch in Rapen müssen Altenheim-Besucher weiterhin ein Kurz-Screening absolvieren. „Neben Angaben über Krankheitssymptome beinhaltet das auch eine Temperaturmessung. Mit Fieber kommt niemand in die Einrichtung. Ohne Desinfektionsmittel und Maske auch nicht“, sagt Gumprich.

Bei Diakonie in Oer-Erkenschwick sind noch Fragen zum Konzept offen

Das Matthias-Claudius-Zentrum (MCZ) der Diakonie in Oer-Erkenschwick hat Antigen-Schnelltests zwar schon bestellt. „In Sachen Konzept sind für uns aber noch einige Frage offen, die im Gesetz etwas unklar formuliert sind“, sagt Leiter Matthias Frieds. Probleme bereitet dem MCZ auch der Aufwand für die Umsetzung. „Wir brauchen dafür zwei medizinische Fachkräfte, die für Schnelltests geschult werden müssen. Bei einem positiven Ergebnis müssen wir das Gesundheitsamt informieren. Was machen wir eigentlich, wenn ein Besucher den Schnelltest verweigert, darf er dann trotzdem in unsere Einrichtung?“, meint Frieds.

Pflegekräfte und Besucher in Oer-Erkenschwick müssen zuerst getestet werden

Die Leiterin des Seniorenstifts An der Haard, Verena Hilbolt, geht davon aus, dass der Selbsttest für Besucher freiwillig ist: „Wir haben unser Schnelltest-Konzept beim Kreis bereits vorgelegt. Die Bewilligung wird wohl zwei Wochen dauern.“ Hilbolt hält die Selbsttests für sehr sinnvoll: „An erster Stelle müssen die Pflegekräfte getestet werden, dann die Besucher und zuletzt die Bewohner. Denn das Coronavirus kommt von draußen.“ Vor der Haustür fordern Seniorenstift und Anwohner übrigens auch die Einrichtung eines Zebrastreifens. Im Marienstift in Oer-Erkenschwick arbeitet man noch an dem Selbsttest-Konzept. „Da kommt auf jeden Fall eine Menge Arbeit auf uns zu. Schon jetzt haben wir zahlreiche Anfragen von Angehörigen, wie es mit der Besuchsregelung aussieht. Die Verunsicherung ist groß“, sagt der stellvertretende Leiter Michael Koppenhagen. Weil es beim Schnelltest etwa 20 Minuten dauert, bis das Ergebnis zu sehen ist, befürchtet Koppenhagen längere Wartezeiten für die Marienstift-Besucher.

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