Kind in Kita auf Bobbycar
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Alle Kinder dürfen ab 22. Februar wieder in die Kita. Bei den Erzieherinnen weckt das gemischte Gefühle.

Angst vor Ansteckung

Kitas und Schulen ab 22. Februar wieder geöffnet - so beurteilen Lehrer und Erzieherinnen diese Entscheidung

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Kindergärten und Schulen begrüßen die Öffnung ab 22. Februar. Erzieherinnen fordern aber, dass sie wegen des Ansteckungsrisikos bei der Impfung vorgezogen werden.

Auch Lehrern reichen FFP2-Masken als Schutz vor Corona nicht aus. Kitas und Schulen in Oer-Erkenschwick werden ab 22. Februar wieder geöffnet. Karin Klückmann, Leiterin des evangelischen Familienzentrums Friedrich von Bodelschwingh in Oer-Erkenschwick, sieht die Entscheidung mit gemischten Gefühlen. Viel ändern wird sich in der Kita an der Stettiner Straße ohnehin nicht. Trotz Lockdown ist die Einrichtung ständig bis zu 60 Prozent ausgelastet. „Für die Kinder ist ein normaler Alltag wünschenswert, aber für uns Erzieherinnen bleibt das Unbehagen, die Angst vor Ansteckung“, sagt Klückmann. Die Kita-Leiterin wünscht sich, dass Erzieherinnen wegen der großen Ansteckungsgefahr bei der Corona-Impfung vorgezogen werden und will sich an einer Online-Petition des Evangelischen Kita-Verbundes Berlin Mitte-Nord anschließen.

Kita-Personal kann Sorgen und Nöte der Eltern in Oer-Erkenschwick gut verstehen

Andreas Krebs, der als Verbundleiter für drei DRK-Kindergärten in Oer-Erkenschwick verantwortlich ist, sieht das ähnlich: „Ich kann die Sorgen und Nöte der Eltern verstehen, aber ich sehe auch die Ängste des Kita-Personals.“ In allen drei Kitas werden derzeit etwa ein Drittel der Kinder betreut. „Wegen der Ansteckungsgefahr halte ich die Öffnung für nicht so glücklich. Zu meinem Geburtstag darf ich gerade mal einen Gast empfangen. In der Kita habe ich schon jetzt täglich Kontakt zu 35 Kindern und 15 Kollegen“, meint Krebs. Er würde sich wohler fühlen, wenn er geimpft wäre. Im Zwei- oder Fünf-Tage-Wechsel sollen Grundschüler und Abschlussklassen ab 22. Februar wieder Präsenzunterricht bekommen. Für eine dieser Varianten haben sich die Leiterinen der vier Grundschulen, Christel Berg und Bettina Reinicke, noch nicht entschieden. „Aus pädagogischer und sozialer Sicht ist das für die Kinder aber absolut zu begrüßen. Aber aus hygienischer Sicht reichen zwei FFP2-Masken pro Tag für die Lehrer nicht aus, wir brauchen dringend Schnelltests“, sagt Berg.

Abschlussklassen in Oer-Erkenschwick benötigen dringend den Präsenzunterricht

In der Christoph-Stöver-Realschule in Oer-Erkenschwick betrifft die Regelung die Zehner-Klassen, die vor der Zentralen Abschlussprüfung im Mai stehen. „Gerade die Abschlussklassen brauchen jetzt den Präsenzunterricht und nicht nur Homeschooling. In Mathe kommt Trigonometrie dran, das kann ich im Präsenzunterricht besser erklären als im Chat“, sagt die stellvertretende Leiterin Ruth Petek. Aus stundenplantechnischen Gründen werden die Klassen geteilt im wöchentlichen Wechsel in die Realschule kommen. Der Leiter des Willy-Brandt-Gymnasiums, Christian Huhn, bekam am Donnerstagnachmittag konkrete Informationen vom Ministerium aus Düsseldorf: „Bei uns bekommen die Jahrgangsstufen 11 und 12 Präsenzunterricht, vor allen Dingen die Abi-Kurse. Ich begrüße das sehr. Details werden wir jetzt im Kollegium besprechen. Wichtig ist, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.“

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