Sorgen sich um Altenpflege-Nachwuchs: (v.l.) Björn Balbach (AWO), Verena Hilbolt („An der Haard“), Peter Gumprich (AWO), Matthias Frieds (MCZ), Seminarleiter Joachim Gruttmann und Michael Koppenhagen (Marienstift)
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Sorgen sich um Altenpflege-Nachwuchs: (v.l.) Björn Balbach (AWO), Verena Hilbolt („An der Haard“), Peter Gumprich (AWO), Matthias Frieds (MCZ), Seminarleiter Joachim Gruttmann und Michael Koppenhagen (Marienstift)

Ausbildungsstart am 1. April

Fachkräfte sind Mangelware - Seniorenheime in Oer-Erkenschwick suchen dringend Pflege-Nachwuchs

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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  • Michael Dittrich
    Michael Dittrich
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Der Altenpfleger wird zum Auslaufmodell. Künftig werden nur noch Pflegefachkräfte ausgebildet. Das ist neu, doch das alte Problem bleibt: Der Nachwuchs fehlt.

  • Ausbildung ändert sich zum 1. April
  • Abschlusszertifikat ist europaweit gültig
  • Bewerbungen (auch für Praktika) sind jederzeit möglich

"Wir schulen ab dem 1. April nur noch Pflegefachfrauen und -männer“, sagt der Leiter des Caritas-Fachseminars für Altenpflege, Joachim Gruttmann. Bei der neuen europaweit anerkannten generalistischen Ausbildung kann man sich im dritten Ausbildungsjahr spezialisieren auf stationäre Akut- oder Langzeitpflege sowie ambulante Akut-/Langzeitpflege. Arbeiten kann man anschließend in allen Pflegeberufen. Mit der Wahl des Ausbildungsbetriebs legen sich die zukünftigen Pflegefachfrauen und -männer aber quasi fest, wo sie nach der Ausbildung einsteigen. Sämtliche vier Altenpflegeeinrichtungen in Oer-Erkenschwick schicken ihre Azubis zur Caritas-Schule in Oer-Erkenschwick. 

Oer-Erkenschwick: Rückkehrer aus dem Krankenhaus

Die Leiter der Pflegeeinrichtungen in Oer-Erkenschwick machen sich nun Sorgen um ihren Berufsnachwuchs. „Zwar sind die Tarife ähnlich, aber im Krankenhaus gibt es bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Die werden uns viele Männer abwerben“, sagt Michael Koppenhagen (Marienstift). Dabei sind in der Vergangenheit viele Altenpfleger wieder aus dem Krankenhaus zurückgekehrt, weil dort die medizinische Pflege mit Blutdruckmessen und Medikamenten im Vordergrund steht. Matthias Frieds (Matthias-Claudius-Zentrum) meint: „Bei uns geht es um den Menschen und ganzheitliche Pflege.“

Die Ausbildung startet am 1. April und 1. Oktober. Auch Praktika sind möglich. Arbeiterwohlfahrt: 0 23 68 / 6 99 40, Matthias-Claudius-Zentrum: 0 23 68 / 69 40, Marienstift: 0 23 68 / 9 85 20, Seniorenstift An der Haard: 0 23 68 / 8 79 86 40.

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