Möglicherweise steigt auch die Stadt Oer-Erkenschwick mittelfristig in das Blitzergeschäft ein.
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Möglicherweise steigt auch die Stadt Oer-Erkenschwick mittelfristig in das Blitzergeschäft ein.

Mit Umfrage

So will Oer-Erkenschwick künftig zusammen mit Datteln Jagd auf Raser im Stadtgebiet machen

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Trotz der Kontrollen mit dem Kreis-Radarwagen und der Polizei mit der Laserpistole bleibt Raserei im Ort ein Problem. Nun will die Stadt einen eigenen Blitzer.

  • Raserei bleibt ein Problem in der Stadt Oer-Erkenschwick
  • Stadt prüft Rechtmäßigkeit eines eigenen Blitz-Wagens
  • Kooperation mit Datteln und Waltrop angestrebt

Vielleicht setzt die Stadt im Kampf gegen Raser bald einen eigenen Radarwagen oder einen Panzerblitzer wie in Herten ein. Bislang machen nämlich nur die Recklinghäuser Kreisverwaltung mit ihrem Blitzwagen und die Polizei mit der Laserpistole Jagd auf Raser im Stadtgebiet. „Prinzipiell kann ich mir diese Eigeninitiative in Kooperation mit den beiden anderen Ostvest-Städten gut vorstellen“, sagt Bürgermeister Carsten Wewers auf Nachfrage. „Denn bei uns im Rathaus melden sich immer wieder Bürger, die sich über Raserei in der Stadt beklagen. Wenn die dann von uns wünschen, dass an speziellen Stellen im Stadtgebiet „geblitzt“ werden soll, dann müssen wir ihnen leider mitteilen, dass uns da die Hände gebunden sind“, erläutert Wewers. 

Oer-Erkenschwick: Kooperation mit Marl gab es schon

Vor nicht allzu langer Zeit war das schon einmal anders. Damals hatte Oer-Erkenschwick zusammen mit der Nachbarstadt Marl einen Blitzwagen angeschafft und das Fahrzeug in den beiden Städten eingesetzt. Rechtlich notwendig war diese Kooperation, weil es mittleren kreisangehörigen Städten wie Oer-Erkenschwick nicht gestattet ist, alleine einen Blitzer zu „betreiben“. In Zusammenarbeit mit einer anderen Stadt ging das – theoretisch – aber schon. Aber: Die Rechtsaufsicht des Kreises untersagte die städteübergreifende Kooperation wegen rechtlicher Bedenken.

Datteln: Rechtmäßigkeit wird nun geprüft

Jetzt aber wollen die Bürgermeister aus Datteln und Oer-Erkenschwick die Rechtmäßigkeit des gemeinsamen Betriebs eines Radarwagens oder eines „Panzerblitzers“ wie in Herten prüfen lassen. „Kommt von den Juristen grünes Licht, dann sollten wir gemeinsam aktiv werden. Sehr gerne auch zu Dritt zusammen mit der Stadt Waltrop“, betont Wewers. Denn: „Raserei ist an einigen Stellen der Stadt immer noch ein Problem. Und geht es nicht darum, Einnahmen zu erzielen. Wir wollen im Interesse der Bürger für mehr Sicherheit sorgen“, erläutert der Bürgermeister.

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