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Der Spielplatz am Drosselweg soll aufgegeben werden

Jugendhilfeausschuss tagt

Noch gibt es 35 Spielplätze in Oer-Erkenschwick - aber einer wird bald aufgegeben

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Noch gibt es 35 öffentliche Kinderspielplätze in der Stimbergstadt. Noch - denn eine Spielfläche wird nach dem Willen der Politik schon bald stillgelegt.

Es geht um den Kinderspielplatz am Drosselweg. Damit wird sich der Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung am 27. November (Beginn 16 Uhr, Rathaus-Sitzungssaal) beschäftigen. Nach Ansicht der Stadtverwaltung bestehen gegen eine Aufgabe der Anlage am Drosselweg keine Bedenken. Schon vor einem Jahr wurde bei der Spielplatzbesichtigung von Jugendamt und Baubetriebshof festgestellt, dass die Spielgeräte auf der rund 825 m² großen Fläche kaum noch genutzt werden. Zudem müssten die Spielgeräte umfangreich in Schuss gebracht werden. 

Oer-Erkenschwick: Beschwerden häufen sich

Auch benachbarte Grundstückseigentümer haben inzwischen die Stadt kontaktiert mit der Bitte um Prüfung, ob ein Spielplatz an dieser Stelle überhaupt noch Sinn macht. Das Gelände ist nicht einsehbar und vollständig von Gartengrundstücken umgeben. Auch hat der Spielplatz nach Ansicht der Verwaltung keine zentrale Funktion für den Stadtteil Groß-Erkenschwick. Und nicht zuletzt taucht auch dort ein Problem auf, wie es von vielen brach liegenden Spielplätzen bekannt ist: Jugendliche und junge Erwachsene treffen sich dort, „dadurch ist ein hohes Beschwerdepotenzial wegen Drogen- und Alkoholkonsum zu verzeichnen“, heißt es in der Ausschuss-Vorlage. 

Oer-Erkenschwick: Devise lautet "Klasse statt Masse"

„Klasse statt Masse“ – nach diesem Motto soll daher zukünftig weiter beim Thema Spielplätze agiert werden. Die Stadt sieht sich mit den aktuell noch 35 Angeboten gut aufgestellt. Die Aufgabe des Platzes am Drosselweg sei auch deshalb kein Problem, da in unmittelbarer Nähe an der Königsberger Straße wie auch an der Albert-Schweitzer-Schule Spielmöglichkeiten existieren. Aufgegeben wurde inzwischen der Spielplatz an der Sterngasse in Nähe des Ewald-Kreisels. Seit Jahren lag das Gelände völlig brach. 

Knapp 11.000 Euro stehen jährlich für die Unterhaltung der Spielgeräte zur Verfügung, zudem 25.000 Euro für das Anlegen und Erneuern von Spielplätzen. Großartige Neuanschaffungen gibt das Budget indes kaum her. Ein professionelles Großgeräte kostet inzwischen rund 10.000 Euro.

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