Zwei Fünftklässler benutzen iPads im Englich-Unterricht.
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Gehört bald auch in Oer-Erkenschwick zum Schulalltag: Fünftklässler nutzen hier Tablets im Englisch-Únterricht.

iPads sind schon bestellt

Stadt zieht die Strippen für digitalen Unterricht - das passiert in den Herbstferien in Oer-Erkenschwick

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Bei der Digitalisierung der Schulen ist Oer-Erkenschwick ganz vorne. In den Herbstferien verkabelt die Stadt das Schulzentrum für digitalen Unterricht.

Über schnelle Internetanschlüsse mit bis zu 600 Megabit von Vodafone verfügen inzwischen alle Schulen in Oer-Erkenschwick. Ende des Jahres sollen noch Gigabit-Anschlüsse von der Telekom (1000 Megabit) dazu kommen, um die Ausfallsicherheit zu gewährleisten. „Damit diese Geschwindigkeit auch in allen Klassenzimmern ankommt, müssen wir noch ein paar Kilometer Netzwerkkabel in den Schulen verlegen“, sagt Christian Törk, IT-Chef im Rathaus. Bis zu den sogenannten Access-Points laufen die Daten über Kabel und werden dann über ein drahtloses Netzwerk (WLAN) in den Klassenzimmern verteilt. „Zum Teil liegen schon Netzwerkkabel, manchmal reicht aber die Kapazität der Leitungen nicht. Wir bringen jetzt alle Schulen auf den gleichen Stand. Angeschlossen werden müssen rund 200 Klassenzimmer“, sagt Törk. Zuerst wird das Schulzentrum verkabelt.

Längst nicht alle Schüler in Oer-Erkenschwick bekommen ein Tablet

Digitale Endgeräte hat die Stadt schon bestellt. Mittel dafür stehen aus dem Digitalpakt (1,4 Mio. Euro) und einem weiteren NRW-Fördertopf für Oer-Erkenschwick zur Verfügung. „Allerdings werden längst nicht alle 2600 Schüler ein Tablet auf dem Tisch liegen haben“, sagt Schulamtsleiterin Hanne Hölscher. Bestellt sind bisher 574 iPads für „bedürftige“ Schüler, 213 Geräte für Lehrer und 156 für die Raumausstattung. Beamer und AppleTV sollen per iPad auf einem Ständer bedient werden. Etwa 150 Tablets sind in den Schulen bereits vorhanden. Weitere 371 Geräte für sämtliche Schulen wird die Stadt in Kürze noch bestellen, wenn die Anträge bewilligt sind. Das Geld dafür stammt ebenfalls aus dem Digitalpakt. Jede Schule hat ein Budget von 25.000 Euro für den Kauf von Tablets. Auch die Bestellung für die Beamer geht in Kürze raus.

Digitaler Unterricht in Oer-Erkenschwick startet zum zweiten Schulhalbjahr

Mit dem Eintreffen der Tablets für bedürftige Schüler, Lehrer und die Raumausstattung rechnet Törk Ende November/Anfang Dezember. „Das dauert, wir sind nicht die Einzigen, die jetzt iPads haben wollen. Um die Tablets mit der nötigen Software zu bespielen, brauchen wir dann etwa eine Woche.“ Bis alle Schulen in Oer-Erkenschwick voll einsteigen können mit dem digitalen Unterricht, dauert es aber noch etwas länger. „Zielvorgabe ist für mich das zweite Schulhalbjahr, also Anfang Februar 2021. Das habe ich den Schulen versprochen“, sagt Törk.

Für Homeschooling in Oer-Erkenschwick spielt technische Ausstattung keine Rolle

Für das Homeschooling im Falle eines zweiten Lockdowns spielt die technische Ausstattung der Schulen keine Rolle. „Alle Schulen haben inzwischen die Lernplattform ,iServ‘ auf einem eigenen Server liegen. Unsere Schüler brauchen zu Hause kein iPad für den Zugriff, das digitale Lernen funktioniert auch mit einem ganz normalen PC oder Tablet“, sagt Hölscher. Die iPads, die Ende des Jahres geliefert werden, sind im Falle eines Lockdowns aber eine Erleichterung für Schüler aus Familien, die zu Hause über keine ausreichende Computerausstattung verfügen. Während die von der Schule angeschafften Tablets auch dort bleiben, können die iPads für „bedürftige“ Schüler fürs digitale Lernen auch mit nach Hause genommen werden.

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