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Spielflächen für Kinder sollen nach den Vorstellungen der Fakt AG auch nach einer Bebauung vorhanden sein.

Neue Pläne

Das birgt politischen Zündstoff - Stadtpark soll bebaut werden - Widerstand dagegen wächst

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Im Stadtrat werden in der nächsten Sitzung Pläne erörtert, wonach der Stadtpark bebaut werden soll. Dagegen formiert sich bereits jetzt erheblicher Widerstand.

Oer-Erkenschwick - Die Fakt AG aus Essen möchte das Projekt in Oer-Erkenschwick realisieren und spricht von einem „Wohnquartier mit grünem Flair“ in der City. Die Rede ist von 150 Wohnungen auf dem Parkgelände entlang des Hovelfeldwegs, der Schultenstraße und der „Aue“. Die Idee: 15.000 m² Brutto-Wohnfläche in einer Mischung aus individuellem Wohnungsbau, frei finanzierten Wohnungen und öffentlich gefördertem Wohnungsbau. Die öffentlichen Wege im Kern des Parks sollen erhalten bleiben, Spielplatz oder Aufenthaltsbereiche im Freien ebenso.

Oer-Erkenschwick: Bündnis 90/Die Grünen kündigt Widerstand an

Kritik von der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen gab es aber schon vorab an diesem Wochenende. „Das, was uns bislang präsentiert wird, machen wir nicht mit“, sagt Ortsverbands-Sprecherin Silke Krieg. „Der Stadtpark ist in seiner jetzigen Form ein sozialer Treffpunkt, den es nach einer solchen Bebauung in dieser Form nicht mehr geben würde. Und außerdem wird so die grüne Lunge der Innenstadt völlig zerstört“, kündigt Krieg Widerstand ihrer Fraktion an.

Oer-Erkenschwick: Stadtpark ist aktuell noch eine "öffentliche Grünfläche"

Bevor die Bagger überhaupt anrollen könnten, müsste zunächst ein umfangreiches Planverfahren in Gang gesetzt werden. Aktuell ist der Stadtpark noch als „öffentliche Grünfläche“ dargestellt, für Neuaufstellung bzw. Änderung der Bauleitpläne würden rund zwei Jahre ins Land ziehen. 

Bereits vor gut zehn Jahren gab es eine Diskussion über die Bebauung des Stadtparks. Damals wurde das erste von ursprünglich drei geplanten Mehrfamilienhäusern errichtet. 

Die Essener Fakt AG will auch an anderer Stelle in der Stadt aktiv werden. So hat sie große Pläne für weite Teile des ehemaligen Zechen-Haldengeländes.

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