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Ein coronafreier Platz an der Sonne: Birgit Dehne pflanzt auf ihrer Kleingartenparzelle Hyazinthen.

Start in die Gartensaison  

Urlaubsreise fällt wegen Corona-Krise flach - das ist eine sonnige  Alternative  

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Die Corona-Krise zwingt zum zu Hause bleiben. Kleingärtner haben in diesen Tagen einen großzügigen Platz an der Sonne quasi vor der Haustür.

  • Es wird Zeit zum Großreinemachen im Garten
  • Natur ist schon zwei bis drei Wochen weiter als sonst
  • Rasen schneiden und anschließend düngen   

„Meine Parzelle ist coronafrei“, meint Birgit Dehne (53). Eigentlich wollte die Gartenfreundin eine Woche lang Urlaub machen in Cuxhaven. Doch das Virus hat nicht nur ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Statt Nordsee steht jetzt Frühjahrsputz auf meiner Parzelle auf dem Programm“, sagt die Oer-Erkenschwickerin.

Gemüsebeete fürs Pflanzen vorbereiten 

Für das Großreinemachen in der Kleingartenanlage wird es nach dem sehr milden Winter ohnehin langsam Zeit. „Die Natur ist zwei bis drei Wochen weiter als sonst“, meint Kleingärtner Wilfried Löchel (67). Die Schnitt-Hausaufgaben hat er schon erledigt. Jetzt macht er sich daran, die Gemüsebeete für das Pflanzen vorzubereiten. Birgit Dehne hat gerade noch ein paar Frühblüher wie Hyazinthen ins Beet gesetzt. „Außerdem gibt es noch jede Menge zu reparieren. Das stürmische Wetter hat meinen Wind- und Sichtschutz zerlegt. Bei dieser Gelegenheit streiche ich gleich noch meine Laube mit weißer Farbe“, sagt die Kleingärtnerin.

In Oer-Erkenschwick wird schon Rasen gemäht

Nebenan bei Wilfried Löchel schwirren schon die Wildbienen um die Blüten, dazu zwitschert eine Kohlmeise. „Ich kann mir bei diesem Wetter jetzt keinen schöneren Ort vorstellen als meine Parzelle“, sagt der ehemalige Vorsitzende des Kleingärtnervereins. Aber auch an der Ahsener Straße gilt „Ohne Fleiß kein Preis“. Löchel muss jetzt das Wildkraut jäten, die Gemüsebeete mit Mist, Hornspänen und Rinderpellets düngen. Den Rasen hat er auch schon gemäht und mit Rasendünger versorgt. „In drei bis vier Wochen mache ich den nächsten Schnitt, dann wird der Rasen auch noch vertikutiert.“ 

Tomaten und Gurken erst nach den Eisheiligen  

Sicherheitshalber hat Löchel wegen der frostigen Nächte das Wasser wieder abgedreht. Kartoffeln oder Salat wird er trotzdem setzen, da kann nichts mehr passieren. Zwar sind die Eisheiligen nicht mehr das, was sie mal waren. Löchel meint: „Trotzdem warte ich mit Tomaten und Gurken auf dem Freiland bis nach dem 15. Mai.“

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