Eiszapfen hängen an der Dachrinne
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Herunterfallende Eiszapfen wie auch Dachlawinen können bei Tauwetter Passanten in Gefahr bringen.

Wochenmarkt auf Berliner Platz findet am Dienstag statt

Tauwetter am Stimberg nach einer Woche Dauerfrost - das sind die Nachwehen

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Ganz entspannt hat sich die Gefahrenlage nach dem extremen Winterwetter noch nicht. Nach glatten Straßen und Gehwegen drohen jetzt die Nachwehen von Frost und Schnee.

Die weiße Pracht ist auf dem Rückzug. Meist löst sich der Schnee ganz lautlos in Wohlgefallen auf, mancherorts krachen allerdings ganze Schneelawinen vom Dach herunter, oder gefährliche Eiszapfen machen sich selbstständig. „Das einzige wirksame Mittel gegen Dachlawinen ist der Einbau von speziellen Schneefanggittern, aber dafür ist es jetzt wohl zu spät“, meint der Chef der Freiwilligen Feuerwehr, Brandrat Gerd Pokorny. Die Feuerwehr ist allerdings nur in akuten Gefahrensituationen der richtige Ansprechpartner für diese Après-Schneechaos-Phänomene. „Da müssen die Eigentümer Dachbaufirmen beauftragen, die Schnee und Eiszapfen vom Dach entfernen. Wir brauchen die Drehleiter für Notfälle“ sagt Pokorny. Bauhof-Mitarbeiter haben allerdings am vergangenen Samstag auf der unteren Stimbergstraße Erste Hilfe geleistet und vom Fenster einer Wohnung aus Eiszapfen entfernt, die drohten auf den Gehweg zu fallen. Der Bewohner war nicht erreichbar. Der Bauhof stellt solche Einsätze aber genauso in Rechnung wie die Feuerwehr.

Verstopfte Straßengullys in Oer-Erkenschwick können für Überschwemmungen sorgen

Nach dem Schneechaos sorgen Tauwetter und Regen in Oer-Erkenschwick stellenweise für Wasserlachen auf den Straßen. Schuld sind von Schnee und Eis verstopfte Gullys. „Wir sind schon seit Donnerstag dabei, die Abflüsse wieder freizubekommen. Aber es gibt sehr viele Straßengullys in der Stadt. Für die Mithilfe von Anliegern wären wir sehr dankbar“, sagt Bauhofleiter Gerold Schmelter. Mit Überflutungen rechnet Schmelter indes nicht: „Der Schnee taut langsam auf, das müsste die Kanalisation ganz problemlos verkraften. Starkregen wäre schlimmer.“ Das Schneechaos hat den Salzvorrat des Baubetriebshofes schon erheblich zusammenschmelzen lassen. Rund 350 Tonnen Streugut brachte der Bauhof in diesem Winterbereits auf Straßen und Gehwege. 150 Tonnen sind noch übrig geblieben. „Noch vor dem Extremwetter haben wir 150 Tonnen Streusalz nachbestellt. Wir warten allerdings noch auf die Lieferung des Nachschubs“, sagt der Bauhofleiter.

Polizei verzeichnet während des Extremwetters in Oer-Erkenschwick nur Blechschäden

Mitarbeiter des Baubetriebshofs haben am Montag nun auch den Berliner Platz von Eis und Schnee geräumt und die weiße Pracht mit Lkw abtransportiert. Zwei Radlader und zwei Besenwagen des Winterdienstes waren dabei im Einsatz. Vergangene Woche musste die Stadt wegen des Schneechaos und der Abmeldungen von Marktbeschickern beide Wochenmärkte – auf dem Berliner Platz und Hünenplatz – absagen. Der Wochenmarkt heute auf dem Berliner Platz findet nach Aussage von Schmelter statt. Seit Beginn des Extremwetters registrierte die Polizei nur vier witterungsbedingte Unfälle in Oer-Erkenschwick. „Unterm Strich werden es ein paar Unfälle mehr gewesen sein. Aber in keinem Fall gab es Verletzte und Sachschäden über 7500 Euro“, sagt Polizeisprecher Andreas Lesch. Das spricht nach Ansicht der Polizei dafür, dass Autofahrer dem Wetter angepasst gefahren sind. Lesch: „Zudem sind wegen Schnee und Eis kaum Radfahrer und motorisierte Zweiradfahrer unterwegs gewesen und gestürzt.“

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