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Sommer, Sonne, Bergmann: Klaus Terheyden dreht sich hier mit der Landgrafen-Vortänzerin im Kreise.

Fest am Bergbaumuseum

Kumpel halten ihr Versprechen - so lebt die  Bergbaukultur weiter   

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Nach Schließung der letzten Zeche  lebt die Bergbau-Kultur in Oer-Erkenschwick weiter. So sieht der Schichtplan beim ersten "Tag des  Bergmanns" aus.   

Bürgermeister Carsten Wewers machte es in seinem Grußwort noch mal ganz deutlich: „Ohne Pütt hätte es unsere Stadt und diese Region nicht gegeben.“ Wewers bedankte sich bei den Vereinen die in Oer-Erkenschwick, die Tradition des Bergbaus pflegen. Der Bergbau- und Geschichtsverein, der Bergmannsverein „Glück Auf“, der Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes Ewald Fortsetzung Schacht 3 und die IGBCE-Ortsgruppe haben den Schichtplan für den „Tag des Bergmanns“ geschrieben.

Erlös für Erhalt des Fördertums in Oer-Erkenschwick  

 „Der Erlös dieser Veranstaltung geht an den Schachtgerüst-Förderverein“, kündigte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, an. Als Vertreter der RAG Montan Immobilien konnte Pliska den Geschäftsführer Ulrich Wessel begrüßen. „Der Bergbau war eine eigene Welt. Unter Tage waren Kumpel mehr als Arbeitskollegen. Man musste sich aufeinander verlassen können“, meinte Wessel.

33 Grad und Schachtbrause beim Bergmanns-Tag 

 Nach der offiziellen Eröffnung ging es am Bergbaumuseum phasenweise ziemlich alpenländisch zu. Klaus Terheyden vom Bergmannsverein tanzte ausgelassen mit Tirolerhut zu den Klängen der „Landgrafen“. Vorher hatte das Duo „PortAl Formidabel“ den Besuchern „Schachtbrause“ eingeschenkt und das Lied vom „Goldenen Steiger“ gesungen. Trotz ähnlicher Temperaturen wie unter Tage – das Thermometer kletterte auf 33 Grad – herrschte ausgelassene Stimmung beim Bergmanns-Tag.

Toto hinterlässt Visitenkarte in Oer-Erkenschwick  

 Nicht nur gestreifte Pütthemden waren vor der Bühne zu sehen. „Bergmann war ich nie. Als Elektriker habe ich mal ein Vierteljahr auf Ewald-Fortsetzung gearbeitet. Aber ich lebe seit 1958 hier und fühle mich dem Bergbau sehr verbunden“, meinte Otto Siegmund (89). Von seiner komischen Seite zeigte sich Toto, der wohl bekannteste Polizist in Deutschland, mit seinem Comedy-Partner Hotte. Ihre Spezialität: die Nummer mit den witzigen Nummernschildern. Zahlreichen Besuchern gefiel das Programm, das abends durch die Band Vincebus abgerundet wurde.

Der Bergbau- und Geschichtsverein in Oer-Erkenschwick wächst.   

Ein Verein will den alten Förderturm von "Ewald-Fortsetzung" retten

In Oer-Erkenschwick wird dasEnde des Bergbaus mit einer Sonderschicht besiegelt.   

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