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Wildkraut überwuchert das gerodete Grundstück an der Ewaldstraße.

Ewaldstraße 

Zechenwäldchen im Februar 2018 gerodet - Warum geht es nicht weiter auf der Baustelle?       

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Auf Zechengrundstück an der Ewaldstraße sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Seit Rodung des Wäldchens im Februar 2018 herrscht aber Stillstand.

Das soll nach Aussage des zuständigen Projektleiters Oliver Dresen von der Gesellschaft für Projekt und Quartiersentwicklung (GP+Q) aber nicht so bleiben. „An den Plänen hat sich grundsätzlich nichts geändert. Derzeit gibt es aber noch keinen Termin für einen Beginn der Maßnahme.“ 

Altlasten auf Grundstück in Oer-Erkenschwick

Maßnahme bezieht sich in diesem Fall nicht auf den Bau der zwei dreigeschossigen Häuser, sondern auf die Altlastensanierung auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück. Bei Bodenproben entdeckten Gutachter zwar keine giftigen Altlasten, aber Überreste eines Abwasserkanalsystems der ehemaligen Zeche Ewald-Fortsetzung.

Keinen Investor für das Baugrundstück gefunden  

Noch mal zurück zum Projektstart: Als das kleine Zechenwäldchen im Februar 2018 für den Hausbau abgeholzt wurde, gehörte das Grundstück noch der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI). Die stellte eine positiv beschiedene Bauvoranfrage an die Stadt und wollte das Grundstück ursprünglich an einen Investor verkaufen. Weil sich kein Interessent fand, veräußerte RAG MI die Fläche im Sommer 2018 an die Tochtergesellschaft (GP+Q). Damals waren die Altlasten schon bekannt. Bis Ende 2018 sollten sie beseitigt werden. Der Boden dort muss bis zu einer Tiefe von 1,50 Meter ausgetauscht werden.

Bombensuche auf der Fläche in Oer-Erkenschwick  

Bis auf einen Kampfmittelräumdienst, der im Januar das Grundstück nach Blindgängern absuchte, rührte sich allerdings nichts. Abgesehen von der Natur, die sich nach eineinhalb Jahren den Bauplatz schon wieder zurückerobert hat: Statt der Bäume schießt dort jetzt das Wildkraut in den Himmel – stellenweise schon mehr als zwei Meter hoch. Einen Grund, warum die Altlastensanierung so lange auf sich warten lässt, nannte Projektleiter Oliver Dresen nicht. Nach seiner Aussage sei im Hinblick auf die Wohnbebauung mit der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Recklinghausen schon eine einvernehmliche Vorgehensweise im Umgang mit Auskofferungsbodenmassen verabredet. Die Erdarbeiten sollen zusätzlich fachgutachterlich begleitet und dokumentiert werden. Offen bleibt allerdings, wann die Altlastensanierung beginnt.

In Oer-Erkenschwick lässt es sich vortrefflich Urlaub machen. Das wissen die Campingfreunde Inge (73) und Erich Varnhold (75)  - aber auch Filmstar Leonardo DiCaprio.

Im Januar bohrte ein Bagger an der Ewaldstraße nach Blindgängern

Altlasten verzögern den Baubeginn an der Ewaldstraße.   

Wer zahlt dieSanierung? Schießplatz ist mit Blei vergiftet

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