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Wolf-Dietmar Loos schlägt vor, den Calluna-Spielplatz zu verlegen, oder die neue Präsenzwache der Polizei direkt neben dem Spielplatz zu bauen.

Müll und Randale - mit Update

Vandalismus auf dem  Calluna-Spielplatz - jetzt meldet sich ein Anwohner zu Wort

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Anwohner beklagen sich über Vandalismus, Vermüllung und Lärm auf dem Spielplatz im Calluna-Quartier in Oer-Erkenschwick. Jetzt gibt es einen Lösungsvorschlag.

  • Schon von Baubeginn an steht der Calluna-Spielplatz unter keinem guten Stern.
  • Immer wieder kommt es zu Beschwerden über Vandalismus, Trinkgelage und Müll.
  • Wolf-Dietmar Loos (71) ist Anwohner und hat in sechs Jahren gut 50 Mal die Polizei gerufen: Ordnungsamt reagiert nicht auf Vorschläge.

Update vom 9. Dezember, 15.36 Uhr: Die Beschwerden über Vermüllung und Alkoholkonsum reißen nicht ab, jetzt meldet sich ein Anwohner zu Wort. „Der Calluna-Spielplatz hätte von vornherein in die Siedlung gehört und nicht an deren Rand“, meint Wolf-Dietmar Loos (71) aus Oer-Erkenschwick. In den vergangenen sechs Jahren haben Loos und seine Ehefrau gut 50 Mal die Polizei vor allem wegen nächtlicher Ruhestörung anrufen müssen. 

Oer-Erkenschwick: Kaum Polizeipräsenz

„Die zugesagte verstärkte polizeiliche Überwachung war eine Zeit lang zu beobachten, inzwischen geht die abendliche Polizeipräsenz längst wieder gegen Null“, meint Loos. Ähnlich sind auch seine Erfahrungen mit der Stadtverwaltung in Oer-Erkenschwick. „Der KOD ist nicht mehr auf kurzem Wege erreichbar, und die jetzt für das Ordnungswesen verantwortliche Dame hat sich nicht einmal die Zeit genommen für eine Antwort auf meinen Verbesserungsvorschlag“, sagt Loos. Der 71-Jährige begrüßt den Vorstoß von SPD-Ratsmitglied Ulrich Falk für eine Verlegung des Spielplatzes. Auch Bürgermeister Carsten Wewers räumte ein: „Der Spielplatz war an dieser Stelle eine Fehlplanung. Die Situation wird sich im Winter witterungsbedingt vorübergehend entspannen. Aber wir werden eine Lösung für die Problematik finden müssen.“

Oer-Erkenschwick: Abbau der Spielgeräte

Unsere bisherige Berichterstattung:

Schon im April dieses Jahres hat die SPD den Abbau der Spielgeräte im Calluna-Park in Oer-Erkenschwick gefordert, weil sich Anwohner ständig über Vandalismus, Vermüllung und Lärmbelästigung beklagen. Ulrich Falk, SPD-Sprecher im Jugendhilfeausschuss, brachte das Thema jetzt wieder auf den Tisch: „Wenn sich die Situation dort nicht bessert, sollte man den Spielplatz schließen und die Spielgeräte an einer anderen Stelle im Calluna-Quartier wieder aufbauen.“ 

Oer-Erkenschwick: Trinkgelage auf Spielplatz

Falk hatte zuletzt mehrfach beobachten können, wie schon in der Mittagszeit Gruppen von zehn bis 15 Personen, etwa 25 bis 40 Jahre alt, dort Alkohol konsumierten. Der Mehrgenerationen-Spielplatz im Calluna-Quartier in Oer-Erkenschwick stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Bei der Eröffnung im Juni 2013 stand auf dem ehemaligen Zechengelände nämlich noch kein einziges Haus. Es gab somit auch keine Kinder, die dort spielen wollten. Dafür vereinnahmte sofort ein anderes Klientel diese Spielfläche mit Zugang von der Ewaldstraße, die in der Folge regelmäßig mit Trinkgelagen, Müll und Vandalismus Schlagzeilen machte. 

Oer-Erkenschwick: Pflege durch den Bauhof

Schon im Januar 2014 wurde der Spielplatz deswegen für längere Zeit komplett geschlossen und eingezäunt. Auch die Einrichtung einer Alkoholverbotszone in der City und Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst haben die Situation bisher nicht entscheidend verbessert. Um Pflege und Wartung des Spielplatzes kümmert sich der städtische Baubetriebshof. Das hat der Eigentümer, die RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI), eine Ruhrkohle-Tochter, vertraglich mit der Stadt vereinbart. „Inzwischen haben wir der Stadt den Spielplatz übereignet,“ sagt der damalige RAG MI-Projektleiter Volker Duddek. Stadtsprecher Peter Raudszus bestätigte, dass die Eigentumsrechte mit dem Abschluss der Erschließung an die Stadt übergegangen seien: „Damit hat der Kommunale Ordnungsdienst jetzt erweiterte Befugnisse auf dem Gelände und wir werden prüfen, ob bauliche Veränderungen sinnvoll sind, um die Zustände zu verbessern.“

Ein Fall von Vandalismus ärgert die Verantwortlichen der Spielvereinigung.

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