Vereinsvorsitzender Dr. Alfons Nowak war vier Wochen lang in Kenia vor Ort.
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Vereinsvorsitzender Dr. Alfons Nowak war vier Wochen lang in Kenia vor Ort.

Kakuma-Flüchtlingshilfe

Dr. Alfons Nowak reist einmal im Jahr nach Afrika - das bewirkt er vor Ort für Flüchtlinge

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Einmal im Jahr reist Dr. Alfons Nowak aus Oer-Erkenschwick nach Afrika. Er ist Vorsitzender der Kakuma-Flüchtlingshilfe.

  • 140.000 Menschen leben im Flüchtlingslager Kakuma. Einmal im Jahr fährt Dr. Alfons Nowak dorthin, um zu helfen.
  • 1000 Kinder erhalten durch die Unterstützung des Vereins Kakuma Flüchtlinghslife dort Unterricht.
  • Menschen leben und arbeiten dort unter schwierigsten Bedingungen.

Alles begann mit einem defekten Ultraschallgerät. Dr. Alfons Nowak weilt 2013 im Flüchtlingslager Kakuma, als er um Reparatur-Hilfe gebeten wird. Die Sache gestaltet sich schwierig, doch für ihn steht fest: Hier in Kenia, an der Grenze zum Südsudan, will er auf andere Weise helfen. Einmal im Jahr ist der in Oer-Erkenschwick wohnhafte Mediziner inzwischen vor Ort in Afrika. Seine jüngste Reise ist nun beendet – mit zahlreichen neuen Eindrücken. 

Mediziner aus Oer-Erkenschwick hilft in Afrika

Als Dr. Nowak als Vorsitzender und sein Stellvertreter Achim Menge aus Oer-Erkenschwick vor fünf Jahren den Verein „Kakuma Flüchtlingshilfe Ostafrika e.V.“ gründen, ist es zunächst spontane Einzelfallhilfe, die geleistet wird.Längst ist aber Nachhaltigkeit spürbar bei der Unterstützung für ein Lager, in dem aktuell 140.000 Menschen leben. „Savio Club“ nennt sich das Projekt, das von den Vereinsmitgliedern sowie Spendern unterstützt wird. Rund 50.000 Euro sind in diesem Jahr zusammengekommen. 1000 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren erhalten Unterricht in Englisch und Kisuaheli. „Zu jeder Gruppe gehören zwei Lehrer, die Kinder profitieren in hohem Maße“, freut sich Dr. Nowak. 

Oer-Erkenschwick: Gebäude ist eingestürzt

Aber es sind auch Sorgen, mit denen Dr. Nowak nach seiner vierwöchigen Reise wieder nach Hause gekehrt ist. Am Tag vor seiner Ankunft hatte ein Fluss wieder zugeschlagen und brachte eine Schreinerwerkstatt zum Einsturz. „Weitere Regenfälle gefährden die nächsten Gebäude, die jetzt sechs Meter oberhalb des Flussbetts stehen“, berichtet Dr. Nowak.  „Wir fühlen uns weiter hoch verpflichtet“, sagen Dr. Nowak und Menge und betonen: „Jede Spende fließt zu 100 Prozent in das Projekt.“ Die Gedanken des Vorsitzenden führen auch in Deutschland oft Richtung Kenia. „Die Bereitschaft der Menschen dort, unter schwierigen Bedingungen nicht aufzugeben, ist beeindruckend.“


Flüchtlingslager Kakuma: Dattelner Arzt hilft 180.000 Menschen.

Auch in Oer-Erkenschwick engagieren sich Menschen in der Flüchtlingshilfe.

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