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Die Verkehrspolitik der Stadt steht planerisch am Scheideweg: Welche die richtige Richtung ist, das soll das neue Mobilitätskonzept aufzeigen.

Neues Konzept

Mobilität in der Zukunft - das müssen die Bürger wissen

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Wie sieht die Mobilität der Zukunft in Oer-Erkenschwick aus? Das neue Mobilitätskonzept soll diese Frage beantworten. Daran können sich die Bürger beteiligen. 

An dem neuen Mobilitätskonzept für die Stadt Oer-Erkenschwick arbeiten Verkehrsingenieure des Fachbüros Planungs-Sozietät aus Dortmund. Sie sind zum Jahreswechsel mit der Erstellungbeauftragt worden. Bislang haben sie Daten gesammelt, ab Donnerstag werden zur Konzepterstellung auch die Bürger beteiligt. 

Es geht nicht nur um den motorisierten Verkehr

„Wohlgemerkt: Das Unternehmen Planungs-Sozietät arbeitet nicht an einem Verkehrskonzept, sondern an einem Planwerk, das Aussagen über unserer zukünftige Art der Mobilität machen soll“, erläutert der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr. „Es geht also nicht darum, wie wir den motorisierten Verkehr besser auf den Straßen verteilen. Wichtig sind vielmehr wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber, wie wir uns zukünftig in der Stadt bewegen sollen – und vor allem wollen.“ 

Fahrrad als ein Mittel gegen die Parkplatznot

Immohr führt ein Beispiel ein. „Uns erreichen in der Stadt vermehrt Anrufe, dass es in der City zu wenige Parkplätze gibt. Dabei ist das prinzipiell falsch. Richtig ist vielmehr, dass die vorhandenen Parkplätze ab den Morgenstunden von Mitarbeitern der in der City ansässigen Betriebe belegt und so blockiert werden. Das gilt auch für die Kollegen aus unserem Rathaus“, sagt der Stadtplaner. Die Konsequenz daraus, so Immohr, müsse sein, dass in den Köpfen der Verkehrsteilnehmer ein Umdenken stattfinden muss. „Wenn man dann noch berücksichtigt, dass zwei Drittel aller in der Stadt getätigten Autofahrten Strecken von weniger als zwei Kilometer sind, muss klar werden, dass man dafür gut andere Verkehrsmittel wie das Fahrrad nutzen kann. Und dafür müssen Anreize geschaffen werden“, erläutert Immohr.

So können sich Bürger in Oer-Erkenschwick beteiligen

Am Mittwoch, 10. Juli 2019, um 17 Uhr starten am Rathaus ein City-Spaziergang und eine Radtour mit den Verkehrsplanern. Alle Bürger sind eingeladen, sich zu Fuß oder mit dem Rad zu beteiligen und in die Verkehrsdiskussion einzubringen.

Um Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen, ist ein gutes Radwegenetz wichtig. Deshalb ist die verzögerte Erneuerung der Oerer Brücke über die Recklinghäuser Straße besonders bedauerlich.

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