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Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses besichtigen heute den Waldfriedhof mit seiner Trauerhalle (Foto).

Stadtentwicklungsausschuss

Waldfriedhof am Haardrand - das soll sich für die Bürger künftig ändern

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Die Stadt steht als Betreiber des Waldfriedhofs unter wirtschaftlichem Druck. Damit und auch mit der baulichen Ausgestaltung beschäftigt sich die Politik.

Oer-Erkenschwick - Anbieter alternativer Bestattungen wie beispielsweise das Unternehmen Friedwald oder preiswerte Krematorien im benachbarten Ausland sorgen dafür, dass die Zahl der Bestattungen auf dem kommunalen Gottesacker am Haardrand abnimmt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sollen künftig selber unter anderem Baumbestattungen möglich sein. 

Wege des Waldfriedhofs in Oer-Erkenschwick werden saniert

Völlig unabhängig davon sollen ab Sommer bis zum Herbst die Wege im alten Teil des Friedhofs saniert werden. Langfristiges Ziel der Stadt ist es zudem, die Fläche des Waldfriedhofs zu konzentrieren. „Im unteren Teil am Haupteingang gibt es mittlerweile zahlreiche nicht mehr genutzte Grabstellen. Die sollen künftig vordringlich genutzt werden“, erläuterte bereits vor wochen der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak. 

Auf dem Waldfriedhof werden auch pflegeleichte Gräber angeboten

Dabei werden dort dann nicht nur die klassischen Reihen-, Wahl- und Urnengräber möglich sein, es wird auch eine erste Fläche für Baumbestattungen ausgewiesen. „Wir bieten künftig auch pflegeleichte Gräber an“, sagte Grzeskowiak. Dahinter verbergen sich Sarggräber mit der Möglichkeit, Gedenktafeln anzubringen und nach Wunsch Kränze niederzulegen, die aber an einer öffentlichen Grünfläche liegen, die dann von den Grünflächenmitarbeitern des Baubetriebshofes gepflegt wird. „Damit kommen wir einem vielfach geäußerten Wunsch von Bürgern nach. Viele Angehörige wohnen nicht mehr vor Ort, die Kinder sind verzogen. Und dann bleibt niemand, der die ansonsten durchaus aufwendige Grabpflege übernimmt, wenn man nicht ein Unternehmen beauftragen möchte“, erläuterte Grzeskowiak.

Angeleinte Hunde dürfen zum Grab mitgenommen werden

Die Stadt Oer-Erkenschwick trägt zudem noch einem weiteren Bürgerwunsch Rechnung. Viele ältere Menschen, deren Ehepartner verstorben ist, kaufen sich in dieser Lebensphase einen Hund. Bislang gab es ein grundsätzliches Verbot für Hunde auf dem Waldfriedhof. Jetzt aber dürfen angeleinte Hunde mit zur Grabstelle gebracht werden. Durch die Konzentration des Waldfriedhofs auf den Altteil am Haupteingang werden die nördlicher gelegenen Bereiche nach und nach nicht mehr als Grabflächen genutzt. Hier will die Stadt Ökomaßnahmen wie Blumenwiesen durchführen und Flächen für Imker und ihre Bienenvölker schaffen.

Auch die Stadt Recklinghausen unterbreitet ihren Bürgern auf dem Nordfriedhof neue Angebote.

In der Nachbarstadt Waltrop waren Betrüger unterwegs. Sie versuchten sich mit dem Bestattungsvorsorge-Trick.

Löchrige Wege auf dem Waldfriedhof - das unternimmt die Stadt dagegen.

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