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Markthändler Dirk Borkenstein verkauft bei 13 Grad im Regen süße Früchte, die Sonne getankt haben.

Kein Winter in Sicht

Frühlingshafter Januar - das ist das Lieblingsobst der Kunden auf dem Wochenmarkt in Oer-Erkenschwick  

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Von wegen Eiseskälte - der Januar kommt bisher wie ein Frühling daher. Auf dem Wochenmarkt verkaufen die Händler in nur dünnen Jacken ihr sonnengereiftes Obst. 

  • Heute werden Temperaturen bis zu 15 Grad erwartet
  • Clementinen bleiben auf dem frühlingshaften Winterthron
  • Markthändler ist trotz der Wärme gelassen

Zu den Händlern, die jeden Dienstag verlässlich ihren Stand auf dem Wochenmarkt in der City aufbauen, gehört Dirk Borkenstein. Der 54-Jährige besitzt einen Obst- und Gemüsestand aufgebaut und kennt das Marktleben aus dem Eff-Eff. Als kleiner Junge hat er schon im Familienbetrieb angepackt. Borkenstein, der Name steht schon längst für eine Dynastie zwischen Brokkoli und Brombeeren. In sechster Generation führt Dirk Borkenstein nun das Geschäft. Vier Tage Markt, zwei Tage Einkaufen, so lautet sein Wochenplan. Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und – es passt ja ein wenig zum Thema des Tages – Wetter an der Ruhr sind die Standorte.

Es gab schon kältere Zeiten in Oer-Erkenschwick

So ganz traut Dieter Borkenstein dem etwas frühlingshaften Wetter noch nicht. „Wer weiß, was der Februar noch alles bringt“, sagt der Händler, während er seinem Kunden Reinhold Erdmann die Ware hinüberreicht. Sie sind sich einig: Es hat schon kältere Zeiten im Januar gegeben. Aber der Wetterumschwung bereitet noch nicht so viele Probleme. Und es habe schon ganz andere Zeiten gegeben, erinnert sich Borkenstein. 

Oer-Erkenschwick: Weihnachtsmarkt im T-Shirt

„Zwei Jahre müsste es her sein, da standen wir auf dem Weihnachtsmarkt bei 16 Grad im T-Shirt. Das war schon etwas unnormal.“ Herrscht denn nun bei den aktuellen milden Januar-Temperaturen um zehn Grad „prima Klima“ für Obst und Gemüse? Borkenstein spricht von einer „normalen Situation“ – auch was das Kaufverhalten angeht. Die Vitamin-C-Bombe Kiwi ist in diesem Monat zwar im Kommen, sie wird die Banane, den Apfel und die Clementine aber nicht vom frühlingshaften Winterthron stoßen können. Borkenstein ist sich sicher: „Das bleiben die Renner, egal, wie das Wetter sich entwickelt.“ 

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