Westfleisch lässt am Standort Oer-Erkenschwick regelmäßig auf das Coronavirus testen
+
Westfleisch lässt am Standort Oer-Erkenschwick regelmäßig auf das Coronavirus testen

Untersuchungsergebnisse

Westfleisch in Oer-Erkenschwick: Zahl der Coronakranken liegt weiter bei vier - so ist die Lage im Betrieb

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
    schließen
  • Regine Klein
    Regine Klein
    schließen

Die Zahl der Coronakranken im Fleischwarenunternehmen Westfleisch Erkenschwick geht zurück. Der Betrieb hat eine Fülle von Maßnahmen ergriffen.

  • Vier Mitarbeiter von Westfleisch sind coronakrank
  • Unternehmen lässt Arbeiter auf eigene Kosten testen
  • Werkvertragsarbeiter soll ins Stammwerk übernommen werden

Update, 3. Juli, 13.06 Uhr: Weiterhin gelten vier der Westfleisch-Mitarbeiter in Oer-Erkenschwick als coronakrank. Damit ist die Zahl weiter stabil. Drei der bislang sieben positiv getesteten Personen gelten laut Kreis-Gesundheitsamt wieder als gesund.  

Update, 2. Juli, 11.20 Uhr: Das Kreis-Gesundheitsamt meldet für das Unternehmen Westfleisch in Oer-Erkenschwick eine weiter sinkende Zahl von coronakranken Mitarbeitern. Aktuell sind noch vier von Covid 19 betroffen, einer weniger als gestern. Diese Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Update, 1. Juli, 10.45 Uhr: Die Zahl der coronakranken Mitarbeiter des Fleischwarenunternehmens Westfleisch in Oer-Erkenschwick sinkt. Wie das Gesundheitsamt des Kreises bestätigt, gelten aktuell fünf Mitarbeiter als coronakrank. Das sind zwei weniger als noch am Vortag. Die fünf von rund 1.800 Mitarbeitern befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Update, 30. Juni, 12.18 Uhr: Zunächst bleibt die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Westfleisch-Mitarbeiter des Werkes in Oer-Erkenschwick stabil. Wie bereits am Vortag gelten auch heute noch sieben Personen als erkrankt. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Zahl der positiv Getesteten im Werk in Oer-Erkenschwick korrigiert

Update, 29. Juni, 13.27 Uhr: Das Kreis-Gesundheitsamt hat die Zahl der bislang positiv auf das Coronavirus getesteten Westfleisch-Mitarbeiter nach unten korrigiert. Demnach gelten derzeit sieben Westfleisch-Mitarbeiter als erkrankt, und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Vor dem Wochenende galten noch 14 Westfleisch-Mitarbeiter als positiv getestet. Die Tests mehrerer Personen waren allerdings nicht eindeutig positiv. In diesen Fällen wurden die Ergebnisse noch einmal überprüft, die Personen aber vorsorglich als positiv eingestuft. Nun liegen die Ergebnisse der Überprüfung vor.

Update, 26. Juni, 12.30 Uhr: Die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter am Westfleisch-Standort in Oer-Erkenschwick ist wieder angestiegen. Stand Freitagvormittag hat das Gesundheitsamt des Kreises 14 Coronakranke gemeldet, die sich in häuslicher Quarantäne befinden. Das sind zwei mehr als noch am Donnerstag. Als Konsequenz daraus hat die Konzernleitung angekündigt, künftig an jedem Wochentag alle Mitarbeiter testen zu wollen.

Update, 25. Juni, 11.15 Uhr: Der Anstieg der Coronakranken unter den Mitarbeitern von Westfleisch am Standort Hübelkamp in Oer-Erkenschwick scheint gestoppt. Zumindest ist die Zahl der Betroffenen von Mittwoch auf Donnerstag nicht angestiegen. Wie das Gesundheitsamt des Kreises am Donnerstagmorgen bestätigt, liegt die Zahl der Coronakranken unverändert bei Zwölf. Sie alle befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Unsere Erstberichterstattung aus Oer-Erkenschwick

Das Fleischwarenunternehmen lässt bei allen rund 1.800 Mitarbeitern in Oer-Erkenschwick Coronatests durchführen. Das aktuelle Zwischenergebnis lautet: Zwölf Mitarbeiter des Standortes Oer-Erkenschwick sind Stand Mittwoch coronakrank. Elf dieser Beschäftigten leben im Kreis Recklinghausen, einer außerhalb. Das hat die Recklinghäuser Kreisverwaltung bestätigt. 

Oer-Erkenschwick: Coronatests auf Betriebskosten

Westfleisch Oer-Erkenschwick hat nach eigenen Angaben ein Monitoring-System entwickelt, um mögliche Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. „Mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes werden jede Woche von Montag bis Freitag rund 1800 Arbeitnehmer auf Kosten des Unternehmens beprobt. Aktuell werden gerade zum vierten Mal alle beschäftigten Arbeitnehmer des Schlachthofes, der Convenience Produktion, der Wurstherstellung und der Tiernahrungssparte auf das Coronavirus hin getestet“, erklärt Unternehmenssprecher Philipp Ley auf Nachfrage unserer Zeitung.

7.000 Tests am Standort Oer-Erkenschwick

Überprüft werden aber nicht nur die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens und die Mitarbeiter der Werkvertragsfirmen, sondern auch alle Personen, die längere Zeit am Standort aktiv sind wie Handewerker von externen Fachbetrieben. Auch neueingestellte Arbeitnehmer müssen zunächst ein „negatives“ Testergebnis, das nicht älter als drei Tage ist, vorweisen können, bevor sie die Arbeit im Betrieb aufnehmen dürfen. Philipp Ley weiter: „Diese wöchentliche Beprobung aller Beschäftigten mit nun insgesamt bereits mehr als 7000 Tests liefert einen sehr schnellen Aufschluss darüber, ob und wo sich ein mögliches Ausbruchsgeschehen anbahnen könnte. So ist es möglich, sehr zeitnah infizierte Mitarbeiter zu identifizieren und diese schnellstmöglich in Quarantäne zu bringen." Aktuell ist das bei zwölf Mitarbeitern der Fall, vor zwei Tagen waren es noch sechs. 

Oer-Erkenschwick: Westfleisch löst Werkverträge auf

Zusätzlich zu den Infektionszahlen, die sich bei Westfleisch in Oer-Erkenschwick im Gegensatz zu Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Grenzen halten, wird immer wieder die Arbeits- und Wohnsituation der Werkvertragsarbeiter aus Osteuropa kritisiert. Im Mai hatte der Kreis unter anderem in Oer-Erkenschwick (Sammel-)Unterkünfte dieser Arbeiter kontrolliert. Festgestellt wurden dort laut Kreisverwaltung nur kleinere Mängel. Jetzt hat Westfleisch angekündigt, bis zum Jahresende alle Werksvertragsarbeiter selbst einstellen zu wollen. Zudem will Westfleisch eine „angemessene Wohnsituation“ für diese Arbeiter sicherstellen.

Das wird Sie auch interessieren:

Einkaufszentrum in Klein-Erkenschwick wächst - das passiert jetzt auf der Baustelle.

Feuerwehr und Polizei rücken zur Wiechertstraße in Oer-Erkenschwick aus - das ist dort passiert.

August-Schürmann-Platz in Oer-Erkenschwick wird zum Rotlichtbezirk - das steckt dahinter.

Oer-Erkenschwick: Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Sport in der Stadt am Stimberg.

Für die Digitaloffensive fehlt die Ausstattung

Das kommt einem nicht spanisch vor - so lebt der "Giebelhof" wieder auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Naturdenkmal an der Kaiserstraße musste gerettet werden - Fotostrecke
Naturdenkmal an der Kaiserstraße musste gerettet werden - Fotostrecke
Dritte Rundreise durch Marl: Erinnerungen an Anno, Bügeleisen und Bierdosen auf dem Kirchplatz
Dritte Rundreise durch Marl: Erinnerungen an Anno, Bügeleisen und Bierdosen auf dem Kirchplatz
Video
Straßen in Marl: Die Loestraße ist Alt-Marl | cityInfo.TV
Straßen in Marl: Die Loestraße ist Alt-Marl | cityInfo.TV
Dortmund: Freizeitpark "FunDomio" an der Westfalenhalle: Maskenpflicht im Riesenrad und 1-5 Meter Abstand bei der Achterbahn
Dortmund: Freizeitpark "FunDomio" an der Westfalenhalle: Maskenpflicht im Riesenrad und 1-5 Meter Abstand bei der Achterbahn
Unerlaubter Schutthaufen: Müll-Sünder wird gesucht - Entsorgung auf Kosten der Steuerzahler
Unerlaubter Schutthaufen: Müll-Sünder wird gesucht - Entsorgung auf Kosten der Steuerzahler

Kommentare