Altglascontainer-Standorte wie hier gegenüber von Kaufland hinter der Seilscheibe werden immer wieder für die illegale Entsorgungen missbraucht.
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Altglascontainer-Standorte wie hier gegenüber von Kaufland hinter der Seilscheibe werden immer wieder für die illegale Entsorgungen missbraucht.

Ärgerlich und am Ende teuer

Eine wilde Müllkippe jagt die nächste - so geht die Stadt Oer-Erkenschwick gegen die Umweltsünder vor

  • Jörg Müller
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  • Michael Dittrich
    Michael Dittrich
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Wilde Müllkippen werden mehr. Und das, obwohl der meiste Abfall kostenlos am Bauhof entsorgt werden kann. Seit Monaten wird das Ordnungsamt aktiv - mit Erfolg.

  • Wilde Müllkippen nehmen zu in Oer-Erkenschwick
  • Täglich wird mindestens eine neue Dreckecke gemeldet
  • Umweltsünder zahlen mindestens 250 Euro Strafe

Der Leiter des Baubetriebshofes der Stadt, Gerold Schmelter, bei dem täglich mindestens eine Meldung über eine neue wilde Müllkippe eingeht, stellt sich wie die meisten Bürger von Oer-Erkenschwick die Frage: "Warum stellen immer mehr Menschen ihren Müll einfach an die Straße, obwohl sie ihn kostenlos beim Bauhof entsorgen können?" Und: Sperrmüll wird nach Terminabsprache sogar gebührenfrei vor der Haustür abgeholt. Schmelter kann sich das nur so erklären: „Entweder wissen manche Einwohner nicht, wie man den Müll entsorgen kann, oder sie sind einfach nur zu bequem, die Sachen zum Bauhof zu bringen oder einen Sperrmüll-Termin zu vereinbaren.“

Oer-Erkenschwick: Umweltsündern droht ein Bußgeld

Die Jagd nach den Umweltsündern hat sich auch die Leiterin des Fachdienstes Ordnung, Jugend und Soziales, im Rathaus, Barbara Sosna, zu ihrer Aufgabe gemacht. „Bei 53 größeren Müllkippen haben wir im vergangenen Jahr nach den Verursachern geforscht. Aber leider  in nur fünf Fällen konnten wir Täter ermitteln.“ In diesen Fällen wurde es teuer für die Müllsünder. „Unter 250 Euro Bußgeld kommen die Umweltsünder nicht davon, dazu kommen noch die Entsorgungskosten“, meint Sosna. 

Oer-Erkenschwick: Wonnemonat Mai ist Müll-Monat

Die meisten Müllsünden werden übrigens im Wonnemonat Mai gemeldet. 2019 staunten die Mitarbeiter der Stadt an der Grenze zu Sinsen nicht schlecht. Auf einem Feldweg fanden sie eine Art Autowerkstatt vor. Fein säuberlich, teils noch auf Felgen, waren dort rund 100 Reifen aufgetürmt. Doch von den Verursachern fehlt noch bis heute jede Spur. „Das war die auffälligste Geschichte, aber wir werden quasi täglich mit illegalen Müllentsorgungen konfrontiert“, sagt Sosna. 

Hier kann man seinen Müll umweltgerecht und zumeist kostenlos entsorgen:

Die Containerstation des Bauhofs ist montags von 7.30 bis 15 Uhr, donnerstags von 7.30 Uhr bis 18 Uhr, freitags von 7.30 bis 12 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 7.30 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Sperrmüll holt der Bauhof sogar nach Anmeldung auch vor der Haustür ab. Im vergangenen Jahr nutzen jeweils rund 35 Oer-Erkenschwicker an 51 Sperrmüllabfuhrtagen diesen Service. 

Bauhof, An der Feuerwache 10, Telefon 02368 / 69 15 00; Müllsünder können beim städtischen Ordnungsamt unter der Rufnummer 02368/6910 gemeldet werden.

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