Carsten Wach zeigt auf dem Handy das Party-Video, das ein Jugendtreff-Besucher gefilmt hat. Die Getränke karren die jungen Leute mit dem Einkaufswagen heran.
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Carsten Wach zeigt auf dem Handy das Party-Video, das ein Jugendtreff-Besucher gefilmt hat. Die Getränke karren die jungen Leute mit dem Einkaufswagen heran.

Am Bergbaumuseum

Wilde Partys trotz Coronavirus - Jugendliche treffen sich in Oer-Erkenschwick

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Regelmäßig treffen sich 30 bis 60 junge Leute vor dem  Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick - trotz Corona-Warnung. Jugendtreff-Leiter alarmiert Polizei.

  • Junge Leute feiern am Ziegeleitor wilde Partys.
  • Auch die Warnung vor dem Coronavirus hält sie nicht auf.
  • Jugendtreff-Leiter ruft die Polizei

Seit etwa zwei Monaten treffen sich junge Leute im Alter zwischen 15 und 30 Jahren abends des Öfteren am Ziegeleitor vor dem Eingang zum Bergbaumuseum und feiern dort wilde Partys. Am vergangenen Freitag, dem 13., platzte IGBCE-Jugendtreff-Leiter Carsten Wach der Kragen: „Bestimmt an die 60 Leute haben vor unserer Tür laut Musik gemacht und Schnaps getrunken.“ Wach hat zuerst den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) alarmiert, später noch mal die Polizei. 

Junge Leute urinieren vor Jugendtreff in Oer-Erkenschwick

Die jungen Leute hätten auf die Fenster geschlagen, vor die Türen getreten und vor dem IGBCEJugendtreff in Oer-Erkenschwick uriniert. „Meine Jugendlichen aus dem Jugendtreff habe ich gegen 21 Uhr sicherheitshalber über meinen privaten Hauseingang nach Hause geschickt“, sagt Wach. Die Polizei schickte indessen die Partygesellschaft vor dem Jugendtreff weg. Peter Thamm vom Team des Bergbaumuseums konnte einen Tag später aufräumen:„Vor dem Eingang lagen leere Wodka-Flaschen, Plastikbecher und andere Getränkebehälter. Inzwischen stehen hier zwei Einkaufswagen herum, mit denen sie die Getränke herankarren.“ 

Ruhestörung in Oer-Erkenschwick

Am vergangenen Mittwochabend ging trotz des Platzverweises die Party zwischen Bergbaumuseum und IGBCE-Jugendtreff munter weiter. Neben Ruhestörung und Vermüllung bekommen solche Open-Air-Partys angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus noch eine ganz andere, viel gefährlichere Dimension. Wach alarmierte wiederum den Kommunalen Ordnungsdienst, der die laute „Versammlung auflöste. „Es waren diesmal etwa 30 Personen, sie sind dann Richtung Halde weitergezogen“, meint Wach. Ein demoliertes Regenfallrohr musste der Jugendtreff-Leiter schon erneuern lassen, die stabile Zechenlore vor dem IGBCE-Haus hat zwei dicke Dellen abbekommen. Wach hat per E-Mail den Bürgermeister über die wilden Partys informiert. Das Rathaus hat schon reagiert und die Polizei mit ins Boot geholt. Der Platz vor dem Jugendtreff soll nun häufiger von Polizeistreifen und dem KOD kontrolliert werden.

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