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Rund 50 Besucher kamen zum Treffen der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“ ins Zechen-Magazin.

Update - mit Video und Umfrage

Stadtpark - Eine weitere Ratsfraktion unterstützt nun die Bürgerinitiative

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Die mögliche Bebauung des Stadtparks hat für Zündstoff gesorgt. Eine Bürgerinitiative strebt ein Bürgerbegehren an - und bekommt immer mehr Unterstützung.

Update 16. Juli 2019, 10.35 Uhr

Für politische Beobachter überraschend will sich nun auch die Bürgervereinigung Oer-Erkenschwick (BOE) der Bürgerinitiative "Rettet den Stadtpark" anschließen. "Wir wollen den Stadtpark erhalten und ihn mit der Renaturierung des Westerbachs verbessern", kündigt Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Rusche an. Während der Ratssitzung in der vergangenen Woche hatte sich die BOE noch für weitere Gespräche mit der Fakt AG als möglichem Investor für eine Stadtpark-Bebauung ausgesprochen. Die bereits vor rund 15 Jahren erteilte Baugenehmigung an einen anderen Investor für das Stadtpark-Areal entlang der "Aue" unterstützt die BOE aber weiter.

Unser Bericht vom 15. Juli 2019

Die Bürgerinitiative hat sich nach ihrem ersten Treffen im Magazin der Zeche an der Ewaldstraße in Oer-Erkenschwick vorgenommen, ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen. Immerhin gut 50 Personen kamen zu der ersten Versammlung. Als Sprecher der Bürgerinitiative mit dem Namen „Rettet den Stadtpark“, die sich als unabhängige und überparteilich versteht, steht Armin Ziesmann nun nicht mehr allein. Künftig steht ihm Doris Stolte als zweite Sprecherin gleichberechtigt zur Seite.

Grüne sind nicht grundsätzlich gegen neuen Wohnraum

„Wir wollen deutlich machen, dass es viele Bürger in der Stadt sind, die sich gar keine Bebauung des Stadtparks wünschen. Vielmehr würden die sich viel mehr über eine Aufwertung der Grünfläche in der City freuen“, erklärt Silke Krieg von den Bündnisgrünen, die ebenfalls in der Bürgerinitiative tätig sind. Deshalb, so die Grünen-Politikerin, sei man aber nicht grundsätzlich gegen die Schaffung von Wohnraum in der Stadt. „Wir wenden uns nur gegen den Stadtpark als möglichen Bebauungsstandort. Denn es gibt es an anderen Stellen in der Gemeinde ausreichend Platz für eine Wohnbebauung“, sagt Krieg.

Informationen über die Durchführung eines Bürgerbegehrens

Jetzt will sich die Bürgerinitiative bei der Stadtverwaltung über die Modalitäten eines Bürgerbegehrens informieren und darüber dann bei einem weiteren Treffen in etwa drei Wochen informieren. Aufgekommen war der Protest, nachdem die Essener Fakt AG ihr Interesse bekundet hat, im Stadtpark etwa 150 Wohneinheiten zu bauen. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde über den Projektvorschlag lange und kontrovers diskutiert. Am Ende hat eine Mehrheit von SPD, CDU, BOE und Linkspartei beschlossen, weitere Gespräche über Baumodalitäten und auch über mögliche andere Standorte zu führen.

Wie sich die Diskussion über die mögliche Stadtparkbebauung bislang gestaltete, lesen Sie hier. 

Die Fakt AG aus Essen, die an der Bebauung des Stadtparks interessiert ist, ist bereits an anderer Stelle der Gemeinde aktiv.

Weitere Informationen über die Fakt AG gibt es auf der Homepage des Essener Unternehmens.

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