Vom Stimberg nach Amerika: Bastian Himmeröder, hier in New York, beobachtet intensiv vor Ort den US-Wahlkampf.
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Vom Stimberg nach Amerika: Bastian Himmeröder, hier in New York, beobachtet intensiv vor Ort den US-Wahlkampf.

Oer-Erkenschwicker lebt in den USA

"Hier ist die Wahl völlig offen"

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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OER-ERKENSCHWICK - Man kann sich auch als Zugereister diesem Thema in den USA gar nicht mehr entziehen. „Bis zum nächsten Dienstag wird hier wohl über nicht viel anderes gesprochen“, sagt Bastian Himmeröder. „Hier“, das ist Indianapolis. Neue Heimat eines Mannes, der am Stimberg groß geworden ist.

Als Unternehmensberater ist Himmeröder dort tätig. Da aber Politik schon immer sein Steckenpferd war, er einst am Stimberg als Juso gegen das sozialdemokratische Esta-blishment mit aufbegehrte, ehe er zu den Grünen wechselte, ist es auch für ihn eine Selbstverständlichkeit, täglich den Wahlkampf unter die Lupe zu nehmen. Sein Fazit: „Hier passieren Sachen, die glaubst Du in Deutschland nicht.“

Was vor allem in den vergangenen Tagen kurz vor der Wahl an TV-Werbespots auf den Markt kam, sei „oft unter aller Gürtellinie“. Ja, Hillary Clinton und Donald Trump mit ihren Beraterteams im Hintergrund schenken sich nichts. „Allein mit welch düsterer Musik manche Spots untermalt sind. Das ist woanders undenkbar.“ An diese Art von Politik müsse man sich erst einmal gewöhnen, sagt Himmeröder. Einen Vorgeschmack bekam er schon vor acht Jahren, als er sein Studium in Atlanta fortsetzte. Fast auf den Tag genau, als Barack Obama zum Präsidenten gewählt wurde.

Stimberg war gestern, Indianapolis ist heute. Die zweitgrößte Stadt im mittleren Westen, Himmeröder fühlt sich inzwischen sehr wohl dort. Und wie wird in dieser neuen Heimat das Rennen ausgehen? „Da gebe ich keine Prognose an, jede amerikanische Wahl ist offen.“ Indianapolis gilt als politisch ausgewogen, Demokraten dominieren dort aber weniger als in anderen Großstädten. Der Staat Indiana ist zudem eher republikanisch geprägt. Bei den Präsidentschaftswahlen 2008 holten aber die Demokraten aber nach Jahrzehnten erstmals die Mehrheit.

Und diesmal? „Trump könnte in Indianapolis tatsächlich gewinnen, aber sicher ist das auch nicht“, sagt Himmeröder. Der Mann sieht die Sache übrigens kritisch und pragmatisch zugleich. „Ich bin definitiv kein Anhänger von Trump. Falls er aber tatsächlich Präsident werden sollte, sitze ich auch nicht sofort auf gepackten Koffern.“

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