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Im vergangenen Dezember wurde die „morsche“ Holzbrücke in Oer abgebaut, vor Ort zerlegt und abtransportiert. Eine Nachfolgerin wird nun erst in einem Jahr installiert.

In Oer

Neue Brücke kommt erst 2019

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OER-ERKENSCHWICK - Spaziergänger, Radfahrer und die Aktiven der Biologischen Station in Oer hoffen darauf, dass die abgerissene Holzbrücke über die Recklinghäuser Straße bald ersetzt wird. Doch sie müssen sich gedulden.

Denn entgegen vorheriger Ankündigungen durch die Recklinghäuser Kreisverwaltung wird die neue Brücke in diesem Jahr nicht mehr installiert. Der Brückenschlag zwischen den beiden Enden der ehemaligen Zechenbahntrasse an der Recklinghäuser Straße in Oer soll nun erst im Frühjahr 2019 erfolgen. „Zwar ist die Finanzierung des Bauerwerks gesichert, aber die Materialauswahl verzögert sich unter dem Strich auch aus personellen Gründen“, erläutert Klaus Schild. Der Oer-Erkenschwicker ist Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Nach dem grünen Licht von der Bezirksregierung in Münster liegen die Tücken jetzt im Material-Detail. „Denn derzeit ist man noch auf der Suche nach dem geeigneten Baustoff für die Brücke“, erläutert Klaus Schild. Die muss nämlich nicht zwangsläufig wieder aus Holz bestehen. Möglicherweise ist eine Kombination aus Holz und Stahl oder ganz anderen Materialien haltbarer.

Zur Erinnerung: Die 1995 gebaute Oerer Holzbrücke ist Ende vergangenen Jahres abgerissen worden. Bereits im Herbst hatten Gutachter festgestellt, dass die Holzkonstruktion von Pilzen befallen und deshalb nicht mehr standsicher war. Schon im Oktober wurde das Bauwerk daraufhin gesperrt. Radfahrer und Spaziergänger müssen seitdem eine seitliche Abfahrt nutzen und die viel befahrene Recklinghäuser Straße über eine Mittelinsel überqueren. Das Tempolimit in diesem Bereich wurde für Autos auf 30 Stundenkilometer abgesenkt.

„Diese Abstimmungsgespräche verzögern sich“, räumt Kreistagsmitglied Klaus Schild ein. Ursache dafür sind auch personelle Probleme bei der Kreisverwaltung. „Schon seit mehreren Jahren können wir freie Ingenieursstellen in der Verwaltung nicht besetzen. Die Brückenabteilung ist chronisch unterbesetzt, weil nach der Pensionierung von Kollegen einfach keine qualifizierten Nachfolger zu finden sind“, sagt Schild. Der Auftrag für den Brückenbau soll nun spätestens zum Jahresende vergeben werden.

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