Zwei Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes auf Streife in Recklinghausen
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Sie schauen in Corona-Zeiten in Oer-Erkenschwick genau hin: Mitarbeiter des Ordnungsamtes.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes

Sieben Tage die Woche im Corona-Einsatz in Oer-Erkenschwick - ein Job zwischen Lob und Beschimpfungen

  • Regine Klein
    vonRegine Klein
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Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind sieben Tage die Woche mit der Corona-Krise in Oer-Erkenschwick beschäftigt, und werden dafür noch beschimpft.

Reaktionen auf die Ordnungsamtsmitarbeiter in Oer-Erkenschwick fallen dieser Corona-Tage gemischt aus: Von lobenden Worten bis zur derben Kritik ist alles dabei. Renitent seien bei Kontrollen von Firmen, Geschäften oder Restaurants aber die wenigsten Besitzer, die meisten halten sich an Bestimmungen. „Wir müssen höchstens mal an Schräubchen drehen. Dann fehlen Desinfektionsmittelspender oder Abstandsschilder“, erläutert Ordnungsamtsmitarbeiter Patrick Korat. Die städtischen Mitarbeiter arbeiten seit Monaten am Limit. „Auf das normale Ordnungsamtsgeschehen wurden die Aufgaben, die die Corona-Krise mit sich bringt, noch drauf gepackt.“

Breite Akzeptanz für Corona-Maßnahmen in Oer-Erkenschwick

Kontrolliert der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) im öffentlichen Raum in Oer-Erkenschwick, sind die Reaktionen unterschiedlich. „Da gibt es auch jetzt noch Personen, die von Bestimmungen nichts wissen, aber auch zum Beispiel den Senior, der die Maske einfach nur vergessen hat. Aber den Kollegen begegnen auch die, die es einfach nicht besser wissen wollen“, erläutert Patrick Korat. „Generell war es aber im Frühjahr dramatischer.“ Die breite Akzeptanz für die Corona-Maßnahmen sei da, es gebe wenige Ausreißer. Das bekannte Problemklientel, das im Frühjahr Bußgeldbescheide sammelte, tauche jetzt nicht mehr auf. „Gerade an Wochenenden kontrollieren die Kollegen Jugendliche, die schon ein Bierchen zu viel haben. Dann hagelt es auch Beschimpfungen. Körperliche Auseinandersetzungen gab es zum Glück keine. Auch das war im Frühjahr dramatischer“, erklärt Korat, der bei den Bürgern um Verständnis bittet: „Es ist für uns alle eine belastende Zeit. Wir sind viel vor Ort, um begleitend zur Hand zu gehen. Sind auch damit beschäftigt, Quarantäne-Verordnungen zuzustellen. Wir wollen unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden. Aber gerade die Kollegen im Außendienst können nicht überall sein. Corona kennt für uns kein Wochenende.“

1550 Bescheide in Oer-Erkenschwick ausgestellt

Da muss das falsch geparkte Auto, das keine Gefahr darstellt, auch mal hinter Corona anstehen. Dafür ernten die Ordnungsamtsmitarbeiter gerade in den sozialen Medien deftige Kritik, auch unter der Gürtellinie. Fünf KOD-Mitarbeiter sind von morgens bis abends im Außendienst. Zwei Mitarbeiter sind mit allem, was Corona betrifft, beschäftigt. 1550 Bescheide wurden seit Ausbruch verschickt, schließlich muss jede Quarantäne-Verordnung auch wieder schriftlich aufgehoben werden. Patrick Korat: „Wir sind stolz auf das Geleistete, und bleiben optimistisch.“ Schließlich ist morgen wieder ein neuer Tag in der Corona-Krise…

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