Alles voll: Auf dem Rathausparkplatz kreisen Autos zum Teil minutenlang, um einen der wenigen frei werdenden Parkplätze zu ergattern.
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Alles voll: Auf dem Rathausparkplatz kreisen Autos zum Teil minutenlang, um einen der wenigen frei werdenden Parkplätze zu ergattern.

Parknot in der City

Es fehlt an Stellplätzen

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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OER-ERKENSCHWICK - In der City sind Parkplätze zunehmend Mangelware. Vor allem die Stellflächen auf dem Rathausplatz, entlang der Ludwigstraße und rund um die dortigen Ärztehäuser sind ständig belegt.

Untersuchungen der Stadt haben ergeben, dass die aktuelle Parkplatznot hauptsächlich durch Langzeitparker verursacht wird. Rathaus-Stadtplaner Bernd Immohr hält deshalb eine Verkürzung der Parkzeiten für das Gebot der Stunde. „Wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird, ist auch weitere Bautätigkeit in der City nicht mehr möglich. Denn für die dann benötigten Parkplätze gibt es keine Flächen mehr“, erläutert Immohr.

Für den Technischen Beigeordneten der Stadtverwaltung ist eine sogenannte Parkraumbewirtschaftung der einzig wirklich zielführende Lösungsansatz. „Das heißt jetzt nicht, dass ich für die Einführung von Parkgebühren bin. Aber wir müssen die Belegungszahlen pro Stellplatz erhöhen“, sagt Immohr. Und das wiederum funktioniert nur über eine teils drastische Verkürzung der erlaubten Parkzeit. „Hier sind wir dann bei der guten alten Parkscheibe, die in Teilen der City bereits vorgeschrieben ist.“

Parkzonen sollen erweitert werden

Der Stadtplaner regt an, die Parkzonen, in denen Parkscheiben vorgeschrieben sind, zu erweitern. Je weiter die Parkplätze vom Stadtzentrum entfernt sind, desto länger dürfe man dort parken. „Solch eine Lösung käme auch dem Einzelhandel in der Stadt zugute“, ist sich Immohr sicher.

Nicht nur auf den Parkplätzen, auch auf den Straßen in der Stimbergstadt wird es immer enger. Die Gründe dafür sind vielfältig. - Stand 1. März waren in Oer-Erkenschwick exakt 19.623 Kraftfahrzeuge angemeldet. Das sind laut Straßenverkehrsamt des Kreises knapp 2.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Die Mehrzahl, nämlich 15.891, sind Pkw. - Außerdem steigt die Einwohnerzahl. Lag sie 2007 noch bei 30.771 Bürgern, sind aktuell 31.235. Menschen in der Stimbergstadt gemeldet. Damit ist natürlich auch die Zahl potenzieller Kraftfahrzeugbesitzer gestiegen. Außerdem hat sich die Zahl der Fahrzeuge pro Haushalt erhöht. - Fahrzeuge werden für die Kunden immer preiswerter.

Darüber hinaus, so der Stadtplaner, müsse das Thema aber grundsätzlich angepackt werden. „Da wir die Zahl der Autos nicht willkürlich verkleinern können, müssen die Anreize, den Pkw stehen zu lassen oder ganz auf ihn zu verzichten, vergrößert werden. So brauchen wir beispielsweise eine klare und einsichtige Verkehrsführung für Radfahrer und mehr Angebote im Busverkehr“, sagt Immohr. „Außerdem kann man die meisten Weg bei uns in der City auch zu Fuß erledigen.“

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