Rückblick

Bahntrasse wird Wanderweg

OER-ERKENSCHWICK - Pläne für die stillgelegte Zechenbahntrasse von der Schachtanlage Ewald in Richtung Marl-Sinsen gibt es vor einem halben Jahrhundert viele. Doch eigentlich sind nicht nur Naturliebhaber froh, dass in dem Bereich die heißen und ätzenden Abdämpfe, die einst Lokomotiven ausströmten, ein Ende haben.

Durchgesetzt hat sich inzwischen längst die Initiative des ehemaligen Bahnbetriebsleiters Ulrich Szonn. Ein Blick zurück: Er spricht sich kurz nach der Stilllegung für den Wanderweg an der Biostation aus. Die Idee wird nicht nur von der „Zechenfraktion“ in der Stadt freudig aufgenommen, auch andere unterstützen die naturnahe Nutzung der Schottertrasse.

„Die Gleise mit Schwellenunterbau sind abgebaut. Die Ewald-Kohle empfiehlt der öffentlichen Hand, den Streifen zu kaufen und einen Wanderweg anzulegen. Auch sollten sich neben der Stadt der Landkreis und der Ruhrsiedlungsverband wegen der überörtlichen Bedeutung daran beteiligen“, ist 1961 in der Stimberg Zeitung zu lesen.

Auch die Arbeitsweise für den Wanderweg ist damals in der öffentlichen Diskussion. Der Gleisunterbau mit grobem und feinkörnigem Schotter ist noch vollständig vorhanden. Der Bereich muss nur gelockert und mit feiner Asche bedeckt werden. Eine „richtige Straßenverbindung“ zwischen Oer und Sinsen ist keine Alternative. Denn die Trasse ist viel zu schmal. Für die sparsamen Stadtväter ist der Gedanke allerdings auch aus finanziellen Gesichtspunkten nicht machbar.

Übrigens, noch im gleichen Jahr hat die Öffentlichkeit mobil gemacht. Nach der SZ-Schlagzeile „Alte Zechenbahn liegt wie ein Todesstreifen brach“ wurde endlich weitergearbeitet..

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