Vier Männer stehen in der Moschee der Milli-Görüs-Gemeinde an der Werderstraße
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Ilhan Uslucuk (2.v.l.) und Gemeindevorsteher Asim Karadere (2.v.r.) führten unter anderem Günter Wanjura (l.) und Frank Guttke durch die Moschee in Oer-Erkenschwick.

An der Werderstraße

Nach dem OVG-Urteil: Ruft der Muezzin bald auch vom Minarett der Milli-Görüs-Moschee?

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Nach dem OVG-Berufungsurteil wird der Muezzin der Ditib-Moschee freitags bald wieder öffentlich zum Gebet rufen. Zieht die Milli-Görüs-Gemeinde bald nach?

Nein, die islamische Milli-Görüs-Gemeinde an der Werderstraße in Oer-Erkenschwick wird auch in der Zukunft keinen Muezzinruf vom Minarett ihrer Moschee durchführen. „Wir haben bereits vor Jahren gesagt, dass wir auf den Muezzinruf verzichten, und an dieses Wort fühlen wir uns selbstverständlich auch heute noch gebunden“, sagt der neue Gemeindevorsteher, Asim Karadere. „Zudem ist es so, dass wir hier im Bereich der Werderstraße eine überwiegend deutschstämmige Nachbarschaft haben. Bei der Ditib-Gemeinde an der Klein-Erkenschwicker-Straße in Rapen ist das anders.“

Ditib-Gemeinde darf in Oer-Erkenschwick öffentlich zum Gebet rufen

Wie berichtet darf die Ditib-Gemeinde in Oer-Erkenschwick künftig wieder freitags für einige Minuten einen Lautsprecher betreiben, um über ihn in einer begrenzten Lautstärke mittags zum Freitagsgebet zu rufen. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Münster nach einer Klage eines Oer-Erkenschwicker Ehepaars so entschieden (wir berichteten). „Wir freuen uns dagegen darüber, dass wir im vergangenen Jahr unsere 2008 umgebaute Moschee mit einem Minarett komplettieren konnten“, sagt Asim Karadere.

Milli Görüs hofft auf Gemeindefest im nächsten Frühjahr in Oer-Erkenschwick

Wegen der Corona-Pandemie hat die Milli-Görüs-Gemeinde in diesem Jahr anlässlich des Tags der offenen Moschee auf ihr Gemeindefest in Oer-Erkenschwick verzichtet. „Wir hoffen aber, dass wir im nächsten Frühsommer wieder zu einem Fest einladen können. Aber natürlich nur dann, wenn Corona keine Gefahr mehr darstellt“, macht Karadere klar. Seit 1991 gibt es die Milli-Görüs-Gemeinde an der Werderstraße in Oer-Erkenschwick. Sie ist im Gegensatz zu Ditib keine staatliche Glaubengemeinschaft. 2008 bauten die Mitglieder das Kuppeldach auf die Moschee an der Werderstraße, 2019 kam das Minarett hinzu.

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