Start in die Ausbildung: Dustin Albrecht, Patrick König und Stefanie Lohrmann (v.l.) wurden von Einrichtungsleiter Peter Gumprich (r.) begrüßt. Auf dem Foto fehlt Sarah Finger, der vierte Neuzugang.
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Start in die Ausbildung: Dustin Albrecht, Patrick König und Stefanie Lohrmann (v.l.) wurden von Einrichtungsleiter Peter Gumprich (r.) begrüßt. Auf dem Foto fehlt Sarah Finger, der vierte Neuzugang.

Start in die Ausbildung

Pflegekräfte dringend gesucht

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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OER-ERKENSCHWICK - Sie werden dringender denn je gesucht auf dem Arbeitsmarkt. Und wenn Peter Gumprich, Leiter des AWO-Seniorenzentrums „Auf dem Kolven“, in diesen Tagen auf die Personallisten blickt, ist er froh, gleich vier neue Azubis in der Altenpflege begrüßen zu können. „Wir haben dafür gekämpft, es hat geklappt“, freut sich Gumprich. Wohlwissend, dass das Thema Ausbildung gerade in diesem Bereich in den kommenden Jahren vor Veränderungen steht.

Verändert sich das Leben von Dustin Albrecht (22), Patrick König (26), Stefanie Lohrmann (19) und Sarah Finger (22) allemal. Sie starten in die Ausbildung. Altenpflege, das ist kein 9 bis 17 Uhr-Job am Schreibtisch. „Aber alle vermitteln den Eindruck, dass sie genau das auch nicht wollen, sondern Menschen helfen und mit ihnen arbeiten möchten“, sagt Gumprich.

Patrick König kann seine Ausbildungszeit sogar von drei auf zwei Jahre verkürzen, er Altenpflegehelfer gelernt, im Fachseminar schon reichlich Praxiserfahrung gesammelt und gute Abschlüsse erzielt. Jeden Monat, wenn die Arbeitsagentur ihre Statistik veröffentlicht, wird geradezu gebetsmühlenartig betont, dass gerade in der Altenpflege Fachkräfte begehrter denn je sind. „Stimmt“, sagt der Einrichtungsleiter. Rund 15 Bewerbungen hat er für das aktuelle Ausbildungsjahr auf dem Schreibtisch gehabt. „Für mich war eigentlich schon seit dem 16. Lebensjahr klar, dass der Berufsweg mich in diese Richtung führt“, sagt Dustin Albrecht. Er schnupperte bei unterschiedlichen Einrichtungen in den Beruf hinein.

Bei seiner Kollegin Stefanie Lohrmann ist es ähnlich. Bundesfreiwilligendienst im Dattelner St.-Vincenz-Krankenhaus, dann fiel die Entscheidung: Ja, der Job passt. „Wir werden auch in den kommenden Jahren verstärkt die Azubis brauchen“, sagt Gumprich. 85 Mitarbeiter hat sein Haus in Rapen, 45 arbeiten davon in der Pflege. Der Bereich ist weiterhin frauendominiert, aktueller Anteil rund 85 %. Wie sich mittelfristig die Suche nach Nachwuchs entwickeln wird, ist völlig offen. Die Ausbildung in der Altenpflege soll abgeschafft und durch eine neue generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ersetzt werden.

Die von der Bundesregierung geplante Ausbildungsreform in den Pflegeberufen wird von vielen Fachleuten grundsätzlich unterstützt und als Chance für eine Aufwertung der Branche angesehen. Die Zusammenführung der bisher drei getrennten Ausbildungen Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege zu der generalistischen Ausbildung wirft aber auch noch viele Diskussionen auf. Gumprich: „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Aber eines ist klar. Fachkräfte werden wir in den kommenden Jahren mehr denn je brauchen.“

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