Persönlicher Kontakt, Gespräche, Gebete und Organisatorisches: Die Hospizarbeit ist mehr als Händchenhalten, sie ermöglicht ein möglichst selbstbestimmtes Sterben in Würde.
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Persönlicher Kontakt, Gespräche, Gebete und Organisatorisches: Die Hospizarbeit ist mehr als Händchenhalten, sie ermöglicht ein möglichst selbstbestimmtes Sterben in Würde.

Sterben in Würde

Ambulanter Hospizdienst begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg - auch in der Corona-Krise

  • Regine Klein
    vonRegine Klein
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Der Ambulante Hospizdienst aus Oer-Erkenschwick begleitet auch in der Coronakrise Menschen auf ihrem letzten Weg.

Wenn Menschen ihren letzten Weg gehen, dann stehen sie ihnen und ihren Familien zur Seite – ohne Wenn und Aber. 21 Frauen und Männer des Ambulanten Hospizdienstes Oer-Erkenschwick begleiten Sterbende – auch in der Corona-Krise. Als im Frühjahr 2020 der erste Lockdown verhängt wurde, herrschte kurz Verunsicherung bei den Ehrenamtlichen, aber auch wirklich nur kurz. Nachdem geklärt war, dass die Arbeit fortgesetzt werden kann, war klar: „Wir lassen uns beim Hospizdienst nicht Bange machen. Wer Hilfe braucht, der muss sie auch bekommen“, sagt Hospizdienst-Koordinator Ulrich Radke. „Gerade in der Corona-Zeit ist die Vereinsamung der Menschen immens groß. Niemand darf alleine sterben.“

Begleitungen in Oer-Erkenschwick fortgesetzt

Und so setzten die Hospizdienstler ihre Begleitungen fort, in Seniorenzentren und Privathäusern. Die Begleiter des Hospizdienstes aus Oer-Erkenschwick seien trotz Corona überzeugt von ihrer ehrenamtlichen Arbeit, haben seit Ostern 2020 durchgehend begleitet – 23 Frauen und Männer. „Natürlich haben wir Respekt vor dem Virus“, erklärt Radke. Zum Schutz der zu Begleitenden, aber auch der Mitarbeiter, werden strenge Hygieneregeln beachtet. Im Januar konnten sich die Hospizdienstler impfen lassen. Ulrich Radke bestärkt den Entschluss, weiter zu begleiten: Man arbeite schließlich zum Wohl der sterbenden Menschen, die ihnen anvertraut seien. Auch oder gerade im Tod dürfe die Menschlichkeit nicht vergessen werden. „Wir sind sehr stolz auf die Gruppe“, sagen Anne Althoff-von Roëll und Wichart von Roëll, die die Schirmherrschaft über den Hospizdienst inne haben.

Mehr zum Thema lesen Sie am Freitag, 26. März, in der Print-Ausgabe der Stimberg Zeitung und im ePaper.

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