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Der Streit um Sportfördermittel ist in Oer-Erkenschwick noch nicht beigelegt.

Seniorenclub fühlt sich benachteiligt

Schlichtungsgespräch ist gescheitert - Streit um Sportfördermittel in Oer-Erkenschwick geht weiter

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Beim Zwist um Sportfördermittel in Oer-Erkenschwick hat die Politik vom SSV ein Schlichtungsgespräch verlangt. Das hat - ergebnislos - stattgefunden.

Es geht um eine Gesamtfördersumme des Landes NRW in Höhe von 425.380 Euro. Von diesem „Kuchen“ haben in Oer-Erkenschwick der TuS 09 bereits knapp 90.000 Euro für ein Blockheizkraftwerk und Grün-Weiß gut 84.000 Euro für den Neubau einer barrierefreien WC-Anlage abbekommen. Zuständig für die Genehmigung der Förderanträge ist der Stadtsportverband (SSV). Der SSV entscheidet vor Ort über eine Prioritätenliste, die er an die NRW-Staatskanzlei weitergibt, die dann das Geld auszahlt.

Seniorenclub Oer-Erkenschwick soll nicht berücksichtigt werden

Jetzt soll, so hat es der SSV-Vorstand entschieden, der FSB Haard knapp 162.000 Euro für einen neuen Zaun sowie die Sanierung der Sanitär- und Jugendräume erhalten. Die DJK Grün-Weiß bekommt knapp 28.000 Euro für die Renovierung der Sportplatz-WC-Anlage und der TuS 09 gut 71.000 Euro für energetische Sanierung. Der Seniorenclub Oer-Erkenschwick, der 170.000 Euro für den „Ersatzneubau Gymnastikraum“ beantragt hat, soll nicht berücksichtigt werden.

Kein Verein aus Oer-Erkenschwick rückt von seinen Wünschen ab

Letzteres begründet der SSV vor allem damit, dass der Seniorenclub einen Neubau plane, während die Sportfördermittel aber für die Sanierung und Modernisierung von Bestandseinrichtungen – allenfalls für einen Ersatzneubau – dienen sollen. Nachdem in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung der Stadt Oer-Erkenschwick über den „Verteil-Zwist“ diskutiert und ein Gespräch mit allen Beteiligten angeregt wurde, hat das nun am Donnerstagabend stattgefundene „Schlichtungsgespräch“ das Ergebnis: Kein Verein rückt von seinen Anträgen ab und der SSV bleibt bei seiner Prioritätenliste, die er der Staatskanzlei nächste Woche zuleiten will. Und der Seniorenclub soll weiter leer ausgehen.

Ortstermin mit dem Bürgermeister von Oer-Erkenschwick

Seniorenclub-Chef Klaus Skodell fragt: „Hat man eigentlich zur Kenntnis genommen, dass das FSB-Gelände in Oer-Erkenschwick ein Campingplatz ist und so ein solcher mit Sportfördermitteln begünstigt werden würde?“ SSV-Chef Peter Duscha hält dagegen: „Bei dem FSB-Gelände handelt es sich um ein Vereinsareal mit Übernachtungsmöglichkeit.“ Bürgermeister Carsten Wewers widerspricht. „Das FSB-Gelände ist als Campingplatzanlage ausgewiesen und wird als solche beworben.“ Wewers will sich nun nächste Woche das FSB-Areal mit dem SSV-Chef und dem FSB-Vorstand anschauen.

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