Unterricht mit Masken an der Paul-Gerhardt-Schule
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Ihnen ist das Lachen auch mit Maske nicht vergangen: Jana, Shakantana und Marissa von der Paul-Gerhardt-Schule nehmen die Unterrichts-Situation so gelassen wie möglich hin.

Corona und die Folgen

Mit Maske in den Unterricht? - deshalb lassen viele Schüler noch Vorsicht walten

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Offiziell gibt es in NRW keine Pflicht mehr zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht. Doch auch in Oer-Erkenschwick bleiben Schüler noch vorsichtig.

  • Das Tragen einer Maske im Unterricht bleibt Thema
  • Viele Schüler befürworten weiter einen Schutz
  • Direktoren empfehlen, Masken nach Möglichkeit weiter aufzusetzen

Wer sich aktuell im Schulzentrum in Oer-Erkenschwick umschaut, in dem ein Gymnasium, eine Realschule und eine Hauptschule beheimatet sind, dem wird schnell klar: Ganz auf den Schutz im Unterricht verzichten wollen die Schüler nicht. Ausführlich hat sich die Schulkonferenz der Paul-Gerhardt-Schule jüngst mit dem Thema beschäftigt und kam mit großer Mehrheit zu dem Entschluss, dass Masken einfach ein größeres Sicherheitsgefühl darstellen. Dass sich eine Schulkonferenz nicht einfach über eine Landes-Bildungsministerin stellen kann, weiß natürlich auch PGS-Rektor Volkmar Schäpers.

Bis dato gibt es aber an seiner Schule großes Einvernehmen von Lehrern, Eltern und Schülern darüber, dass Masken Sinn machen. „Bis zu den Herbstferien wollen wir auch so fortfahren“, sagt Schäpers. Und auch seine Schülerschar in Oer-Erkenschwick arrangiert sich mit der Situation so gut es geht. „Manchmal ist es zwar noch komisch, aber man gewöhnt sich daran“, sagen beispielsweise Shakantana, Jana und Marissa, alle elf Jahre alt. Schon der Neustart vor den Ferien verlief vergleichsweise problemlos.

Oer-Erkenschwick: Dringende Empfehlung des Direktors

Am Willy-Brandt-Gymnasium (WBG) hatte Direktor Christian Huhn jüngst den Eltern und Schülern bereits folgendes schriftlich mitgeteilt: „Ich möchte auch weiterhin dringend empfehlen, das Tragen der Alltagsmasken auch im Unterricht beizubehalten.“ Nur in Einzelfällen, zum Beispiel im Anfangs-Sprachunterricht, sei es möglicherweise notwendig, von Masken zeitweise abzusehen. Die Entscheidung der Landesregierung habe nicht nur am WBG in Oer-Erkenschwick unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen, so Huhn. Einige seiner Kollegen hätten in den vergangenen Wochen wegen der Maskenpflicht entschieden, trotz Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe Unterricht im Klassenraum zu geben. Sollten in den Stunden dieser Kollegen keine Masken mehr getragen werden, bliebe nur eine Alternative: Unterricht auf Distanz.

Jüngere Kinder tragen in Oer-Erkenschwick öfter Masken

Ähnlich sieht die Lage an der Christoph-Stöver-Realschule aus. „Natürlich wollen auch wir zukünftig so viel Präsenzunterricht wie möglich sicherstellen“, sagt die stellvertretende Rektorin Ruth Petek. Auch wenn die Maskenpflicht im Unterricht aktuell aufgehoben sei, würden auch die Schüler weiterhin vernünftig und differenziert mit dem Thema umgehen. Vor allem in den jüngeren Jahrgänge würde immer noch mehr als die Hälfte eine Schutzmaske tragen.

  • Mathias Richter, Staatssekretär im NRW-Schulministerium, verteidigt den Verzicht auf die Aufrechterhaltung der Maskenpflicht im Unterricht.
  • Das aktuelle Infektionsgeschehen sei deutlich geringer als das nach Ferienende. Traten Anfang August noch 45 Prozent der Neuinfektionen in NRW auf, habe die Zahl der neuen bestätigten Fälle am Dienstag gerade einmal 72 betragen. Dass nur fünf von 6000 Schulen wegen Corona-Fällen geschlossen werden mussten, bestätige zudem, dass das Infektionsgeschehen in Schulen beherrschbar sei, sagt Richter.
  • Er hat Verständnis dafür, wenn Schulen auf freiwilliger Basis das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Unterricht beibehalten. Es könne aber nicht sein, dass „einzelne Schulleiter oder Schulkonferenzen das Tragen zur Pflicht machen“.
  • Dies widerspreche der Gesetzgebung durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Schülern, die keine Maske tragen möchten, dürften keine Nachteile entstehen.
  • Klar sei auch, dass eine Rückkehr zur Maskenpflicht kommen werde, sobald sich das Infektionsgeschehen wieder verschärft: „Wir müssen situativ entscheiden“, sagt Richter.

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