Bauhof bekämpft Nest in Rapen

Seine Brennhaare machen den Eichenprozessionsspinner so gefährlich

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Rapen - Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben jetzt auch in Oer-Erkenschwick für den ersten Einsatz der Bauhof-Mitarbeiter gesorgt. Die giftigen Härchen der Tiere können Haut und Atemwege reizen.

Auf der Klein-Erkenschwicker-Straße in Höhe der Hausnummer 216 ist ein Baum vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Gespinste der Raupe konnten Bauhof-Mitarbeiter jedoch unkompliziert mit einem Sprühkleber behandeln.

Der Eichenprozessionsspinnerist ein grauer Nachtfalter mit einer Flügelspannweiter von bis zu 30 mm. Im Sommer legen die Falterweibchen Eier im Kronenbereich der Eichen ab. In den Gelegen entwickeln sich im Herbst bereits die Jungraupe, die dann aber bis zum Frühjahr dort überwintert. Die jungen Raupen durchlaufen dann ab April mehrere Larvenstadien: Die stark behaarten Tiere sind zunächst gelblich-braun, später bläulich-schwarz und maximal vier Zentimeter lang. Die sogenannten Brennhaare entwickeln sich auf den rötlich-braunen Körpern des dritten Larvenstadiums.

Gefahr für den Menschen durch Brennhaare der Larven

Hier liegt die große Gefahr für den Menschen: Die Brennhaare sind mit Widerhaken versehen und enthalten ein Nesselgift, das eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auslöst. Die Haare können durch Wind und Luftströme über große Strecken verweht werden, an Kleidern haften und immer wieder allergische Reaktionen auslösen. Bei Hautkontakt kommt es zu Juckreiz und Rötungen, bei Augenkontakt zu Reizungen der Augen. Eingeatmete Brennhaare können zu Atemnot und Schwindel führen. Tritt ein allergischer Schock auf, sollte man den Rettungsdienstunter 112 alarmieren.

Das Julius-Kühn-Institut, eine Forschungseinrichtung des Bundes, warnt davor, die Nester der Raupen mit einem Wasserstrahl zu entfernen oder sie abzuflämmen, da sich hierdurch die Haare der Larven stark verbreiten.

Auf Privatgrundstücken ist der Eigentümer zuständig

Der informiert unter Tel. 02368-91710, was man nach dem Entdecken eines Gespinstes machen sollte. Auch im Rathaus an der Infotheke können sich Bürger melden (Tel. 02368-6910). Wichtig:Auf Privatgrundstücken sind die Eigentümer selbst für die Beseitigung oder Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zuständig. Wer Nester oder Raupen entdeckt, sollte sie auf keinen Fall berühren. Ausgebildete Schädlingsbekämpfer verfügen über die entsprechenden Mittel, um die Nester zu beseitigen.

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