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Angelika Thamm (l.) und Susanne Krämer wollen mit ihren selbst genähten Einkaufsbeuteln aus Stoff ihren ganz persönlichen Beitrag zur Vermeidung von Plastikmüll leisten.

Umweltschutz

Stoffbeutel gegen Plastikstrudel im Ozean

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OER-ERKENSCHWICK - Gegen die Vermüllung der Weltmeere mit Plastikabfall kann man auch im eigenen Zuhause etwas tun. Das meinen Angelika Thamm sowie Susanne Krämer – und nähen Einkaufsbeutel aus Stoff.

Die beiden Hausfrauen sind Nachbarinnen und gut befreundet. „Und seit sechs Monaten nähen wir auch regelmäßig gemeinsam“, erzählt Angelika Thamm (66). An der jeweils eigenen Nähmaschine werden aber keine Blusen gefertigt, sondern Einkaufsbeutel. „Denn wer die benutzt, braucht keine Plastiktüten, die bekanntermaßen die Ozeane verschmutzen und am Ende als Mikroplastik in Fischen wieder auf unserem Teller landen“, ergänzt Susanne Krämer (54).

Krämer wurde bei einem Besuch bei Freunden in Hamburg in einem Geschäft zu der Nähaktion inspiriert. „Da habe ich in einem Ökoladen solche Stoff-Einkaufsbeutel gesehen und mir gedacht, das können wir selbst mindestens genau so gut.“ Gesagt getan. Seit Wochen läuft nun die Stoffbeutelproduktion. Mittlerweile füllen die nützlichen Einkaufshelfer schon einen Korb. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Mustern und auch Größe. Angelika Thamm und Susanne Krämer wollen ihre Stoffbeutel demnächst auch auf dem Oerer Dorfmarkt anbieten. Wie berichtet, haben auch die Organisatoren des Dorfmarktes dem Plastikmüll den Kampf angesagt. „Wir werden die Beutel dort fast zum Selbstkostenpreis anbieten“, kündigt Angelika Thamm an. Aber nicht nur Einkaufsbeutel stehen dann zum Verkauf. Aus den Stoffresten haben die beiden Frauen Schmink-Pads genäht. „Damit werden dann die Einwegprodukte überflüssig“, sagt Susanne Krämer.

Kämpfen Sie zu Haus auch gegen die Müllflut? Dann melden Sie sich unter Tel 0 23 68/91 72 44 10 oder per Mail an szredaktion@medienhaus-bauer.de

Übrigens: Auch die Frauen der Kolpingsfamilie sind in Sachen Plastikmüllvermeidung aktiv. Sie nähen Einkaufstaschen aus ausgesonderten Herren-Oberhemden. Präsentiert wurden die ersten Handarbeitsergebnisse bei der vergangenen Informationsveranstaltung der Kolpingsfamilie zum Thema „Plastik-Fasten“. „Wer alte Oberhemden spenden oder Taschen kaufen möchte, kann sich bei uns unter der Telefonnummer 0 23 68/44 99 melden“, sagt Kolpingchef Heinz Röttger.

Die Kolpingsfamilie Oer engagiert sich auch für das Projekt "Familien helfen Familien".

Die Planungen für den zweiten privaten Besentag laufen an.

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