(v.r.) DARO-Geschäftsführer Walter Deckmann, Bernemann-Geschäftsführer Thomas Bernemann und seine Söhne Felix und Christian sowie Bürgermeister Carsten Wewers auf dem Firmengelände am Winkelfeld in Rapen.
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Freuen sich über die Ansiedlung in Oer-Erkenschwick: (v.r.) DARO-Geschäftsführer Walter Deckmann, Bernemann-Geschäftsführer Thomas Bernemann und seine Söhne Felix und Christian sowie Bürgermeister Carsten Wewers.

Mittelfristig 110 Arbeitsplätze

Gut für die Stadt Oer-Erkenschwick - dieses Unternehmen bringt 100 Arbeitsplätze

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Das ist mal eine sehr gute Nachricht: Ein Unternehmen mit bald 110 Mitarbeitern wechselt von Recklinghausen nach Oer-Erkenschwick und investiert Millionen.

Noch ist das Unternehmen Bernemann an der Kühlstraße in Recklinghausen ansässig. „Dort platzen wir aber aus allen Nähten und die Stadt Recklinghausen konnte uns leider keine geeignete Fläche zur Verfügung stellen“, erklärt Geschäftsführer Thomas Bernemann am Donnerstag bei einem Ortstermin in Oer-Erkenschwick. Und dann kam Kommissar Zufall zu Hilfe. Denn Geschäftsführer-Sohn Christian Bernemann war vor Monaten auf dem Gelände des Unternehmens DARO-Bau am Winkelfeld 4 zu Gast. Er sollte den Aufwand des Rückbaus der dortigen Liegenschaft als Vorbereitung für einen Verkauf des rund 16.000 Quadratmeter großen Grundstücks begutachten. Und dem 28-Jährigen war schnell klar: „Dieses Areal passt perfekt zu unserer Firma!“ Und schon begannen die Verkaufsverhandlungen, die mittlerweile mit einem notariellen Vertrag abgeschlossen sind.

DARO-Bau firmiert seit 1975 in Oer-Erkenschwick

Das Grundstück gehörte bislang dem Unternehmen DARO-Bau mit seinem geschäftsführenden Gesellschafter Walter Deckmann. Auf dem Areal im Industriegebiet Winkelfeld in Oer-Erkenschwick fimiert das 1972 in Datteln als Zulieferer für Ruhrkohle und Ruhrzink gegründete Unternehmen DARO-Bau nach einer Zwischenstation an der Schachtstraße (1975) seit 1983. Bis zu 200 Mitarbeiter waren dort in Spitzenzeiten beschäftigt. Im Zuge der verschärften Bergbaukrise zur Jahrtausendwende sattelte der geschäftsführende Gesellschafter Walter Deckmann (77) um.

Traum von einem Altfett-Kraftwerk in Oer-Erkenschwick platzt

Auf der einen Seite wurden Gewerbeimmobilien zum neuen Geschäftsfeld, zum anderen siedelte sich auf dem Areal in Oer-Erkenschwick das Unternehmen Lanor an, das 42 Mio. Euro in ein Biokraftwerk investierte, in dem Altfette und Altöle verbrannt und in Strom sowie Fernwärme „umgewandelt“ werden sollten. Dazu wurde von den Stadtwerken in Lünen vier riesige Dieselmotoren nach Rapen transportiert. Doch der Recyclingtraum platzte. Die Altfette verklumpten in den Rohrleitungen und 2009 meldete Lanor Insolvenz an. In der Folge wurde das Areal bis 2019 von einem anderen Unternehmen gepachtet und stand seitdem zum Verkauf.

Unternehmer lobt Stadtverwaltung in Oer-Erkenschwick

„Wir freuen uns auf den neuen Standort in Rapen“, sagt Thomas Bernemann, der in Oer-Erkenschwick, wo seit Tagen verschärfte Corona-Regeln gelten, rund vier Mio. Euro unter anderem in ein Gebäude mit 1800 Quadratmetern Bürofläche investieren will. Voll des Lobes ist er über die Oer-Erkenschwicker Stadtverwaltung. „Es war schon beeindruckend, wie schnell uns geholfen wurde. Da sind wir aus anderen Städten anderes gewohnt.“ Bürgermeister Carsten Wewers freut sich über die Neuansiedlung. „Das Familienunternehmen Bernemann passt perfekt in das Industriegebiet Winkelfeld.“ Übrigens: In Recklinghausen hat Bernemann bislang Gewerbesteuern in sechsstelliger Höhe gezahlt. Bernemann ist nach RCS-Steinbodensanierung schon das zweite RE-Unternehmen, das in diesem Jahr nach Oer-Erkenschwick gewechselt ist.

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