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Dieser Plan wurde vor zwei Jahren bekannt. Über der modernisierten Woolworth-Filiale wird es aber noch Veränderungen geben, ein Auto-Aufzug ist kein Thema mehr

Wohn- und Geschäftshaus

Woolworth-Haus wird ab Anfang 2020 umgebaut

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OER-ERKENSCHWICK - Zwei Jahre ist es her, da wurden die ehrgeizigen Pläne für den Umbau des Woolworth-Hauses an der Ludwigstraße/Marktstraße bekannt. Lange tat sich nichts. Jetzt gerät Bewegung in die Sache.

Von einem dieser ambitionierten Pläne hat sich das Team des Unternehmens „Silavis“ aus Dachau aber inzwischen verabschiedet. Ursprünglich war die Rede von 19 neuen Parkplätzen, die in dem Gebäude über einen Pkw-Aufzug erreichbar sein sollten. Dass diese Idee aus statischen wie letztlich auch aus finanziellen Gründen so nicht umsetzbar sei, steht für die Investoren inzwischen fest.

„Wir werden jetzt die modifizierten Pläne bei der Stadt einreichen und hoffen, dass es dann zügig losgehen kann“, sagt „Silavis“-Geschäftsführer Frank Löhrig, der mit einer Umbauzeit von rund neun Monaten rechnet. Dann soll aus dem rechteckigen Gebäude – Baujahr 1975, aktuell ein Kaufhaus mit aufgesetztem Lager – ein modernes Wohn- und Geschäftshaus werden. Woolworth wird seine Filiale im Erdgeschoss während der Bauphase vorübergehend schließen. Wenn alles nach Zeitplan läuft, kann das Anfang 2020 passieren und ungefähr vier Monate dauern. Nach Wiedereröffnung soll in der Filiale dann ein höherwertiges Angebot entstehen. Der Name in der Innenstadt verspricht ebenfalls neuen Glanz: „Residenz Rathausblick“ heißt das Projekt. Über der Filiale sollen Wohnungen entstehen, dazu begrünte Dächer und Solaranlagen.

Die Silavis GmbH wurde Mitte 2016 und hat ihren Firmensitz im bayerischen Dachau. - Geschäftsführer Frank Löhrig war kleineren eigenen Projektentwicklungen in den neuen Bundesländern und im Großraum München beschäftigt. Dann managte er Projekte für einen aus Luxemburg operierenden Immobilienfonds. - Inzwischen hat er sich mit einem Partner auf die sogenannte „Re-Positionierung“ von Innenstadt-Immobilien in deutschen Mittelstädten spezialisiert. Ein ähnliches Projekt wird aktuell in Stolberg (Rheinland) geplant, auch hier ist Woolworth Ankermieter.

Durch den Wegfall der geplanten Parkplätze sind Alternativen gefragt bei der Suche nach neuen Stellplätzen in unmittelbarer Umgebung. Diese sind auch schon in Sicht. Im nicht öffentlichen Teil der jüngsten Sitzung gab der Stadtrat grünes Licht, den bisherigen Spielplatz an der Sterngasse aufzugeben und dort Parkmöglichkeiten zu schaffen. Dass es nennenswerten Widerstand gegen die Aufgabe dieses Spielplatzes geben wird, ist nicht zu erwarten. Von Kindern wird das Gelände nie genutzt, der Platz ist pure Tristesse.

Nach 37 Jahren - was Angelika Goller heute über ihre alte Heimat denkt.

Lichtblick für die Marktstraße in Oer-Erkenschwick: Melda Muzaffer will gegen die Tristesse anbacken.

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