Bei der Spendenübergabe an der Gedenkstätte: (v.l.) Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Meinders, sein Stellvertreter Winfried van Kempen, Sparkassen Marktbereichsdirektor Andreas Peschl und Bürgermeister Carsten Wewers.
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Bei der Spendenübergabe an der Gedenkstätte: (v.l.) Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Meinders, sein Stellvertreter Winfried van Kempen, Sparkassen Marktbereichsdirektor Andreas Peschl und Bürgermeister Carsten Wewers.

Gemeinschafts-Aktion

Zwangsarbeiter-Gedenkstätte in Oer-Erkenschwick: So ist es um die Finanzierung des Projektes bestellt

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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In mehreren Lagern waren während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Zwangsarbeiter in Oer-Erkenschwick untergebracht. Eine neue Gedenkstätte erinnert an sie.

Die Arbeiten zur Errichtung der Gedenkstätte für Zwangsarbeiter sind schon lange beendet. Jetzt ist auch die Finanzierung des 23.000-Euro-Projektes gesichert – durch eine 7000-Euro-Spende der Sparkasse Vest. „Das Erinnern an diesen dunklen Punkt in der Geschichte der Stadt Oer-Erkenschwick ist wichtig. Deshalb unterstützen wird das Projekt“, sagt Sparkassen-Marktbereichsdirektor Andreas Peschl bei der Spendenübergabe an den Heimatvereinsvorsitzenden Jürgen Meinders, seinen Stellvertreter Winfried van Kempen und Bürgermeister Carsten Wewers.

Initiative kam vom Heimatverein in Oer-Erkenschwick

Jürgen Meinders war es, der vor Jahren des CDU-Fraktionsvorsitzenden Lars Ehm darauf ansprach, mit einer Gedenktafel an das Schicksal der Zwangsarbeiter in Oer-Erkenschwick zu erinnern. Die Union brachte das Thema in den Stadtrat ein und fand im Technischen Beigeordneten Bernd Immohr sofort einen Verbündeten. Der Baudirektor forcierte das Projekt mit dem Ziel, mehr als nur eine schlichte Erinnerungstafel an diese Geschehnisse während des Zweiten Weltkriegs aufzustellen. Und schon waren das Willy-Brandt-Gymnasium und die Christoph-Stöver-Realschule mit im Spiel. Schüler der beiden Bildungsstätten setzten die Idee mit Unterstützung von Stadtarchivarin Bettina Lehnert und den beiden Heimatforschern Jürgen Meinders und Ulrich Müter sowie Ex-Realschul-Rektor, Dr. Dietmar Engfer, um. Mit beteiligt an der Gestaltung war auch ein auf Gedenkstätten spezialisiertes Planungsbüro.

„Gemeinschaftsprojekt mit vielen Beteiligten in Oer-Erkenschwick“

Offen war nur die Finanzierung. Bürgermeister Carsten Wewers stellte schließlich den Kontakt zum NRW-Heimatministerium her, das sich mit 11.000 Euro beteiligte. Der zweite große Geldbatzen kam nun von der Sparkasse. „Darüber hinaus haben viele kleinere Spender zum finanziellen Gelingen des Projektes beigetragen“, sagt Carsten Wewers und spricht von einem „echten Gemeinschaftsprojekt mit vielen Beteiligten.“ Dazu zählen auch Mitarbeiter des Baubetriebshofes, die die bauliche Vorbereitung des Gedenkstätten-Areals in Oer-Erkenschwick sichergestellt haben. Und Heimatforscher Jürgen Meinders hatte noch eine gute Nachricht parat: Die neue Gedenkstätte ist in den Kulturkalender des Landschaftsverbandes aufgenommen worden. Wann sie offiziell eröffnet wird, ist noch offen. Ursächlich dafür ist die Corona-Pandemie.

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