Ex-US-Präsident Donald Trump spricht
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Donald Trumps Corona-Erkrankung war wohl schlimmer als bisher angenommen.

Sauerstoffsättigung unter 80?

Pikanter Bericht: Neue Details über Trumps Corona-Erkrankung bekannt

Berichten zufolge verlief Donald Trumps Corona-Erkrankung im Oktober schwerwiegender als angenommen. Präsident Biden kritisiert die Impfstoff-Beschaffung seines Vorgängers scharf.

  • Ex-Präsident Donald Trump* erkrankte im Oktober 2020 an Corona.
  • Während seines dreitägigen Krankenhausaufenthalts setzte das medizinische Personal Medikamente ein, die auf einen schweren Krankheitsverlauf schließen lassen. Quellen der New York Times bestätigen nun die Vermutung.
  • US-Präsident Joe Biden kritisiert derweil die Trump-Strategie zur Impfstoffbeschaffung scharf.

Washington, D.C. - Im vergangenen Oktober erkrankte der damalige US-Präsident Donald Trump an Corona*. Wie die New York Times berichtet, verlief die Krankheit bei Trump* schwerer als bislang angenommen. Vier nicht namentlich genannte Quellen bestätigten der Zeitung, dass die Viruserkrankung die Gesundheit des Präsidenten schwerwiegend gefährdete. Den Berichten zufolge, soll die Sauerstoffsättigung nur noch über 80 Prozent gelegen haben. Ein kritischer Wert, der Trumps Stab letztlich veranlasste, den Präsidenten das Walter-Reed Krankenhaus zu verlegen. Die Berichte der New York Times widersprechen Donald Trumps Ärzte-Team, das damals eine Sauerstoffsättigung von 93 Prozent bestätigte.

Donald Trump: Ärzte verabreichten Medikamenten-Mix gegen das Coronavirus

Das Weiße Haus bestätigte im Oktober 2020, dass das medizinische Personal den Viren-Hemmer Remdesivir, ein experimentelles Antikörper-Mittel von Regeneron und das Steroid Dexamethason zur Behandlung des Präsidenten einsetzte. Beobachter:innen schlossen daraufhin auf einen schweren Krankheitsverlauf, von offizieller Seite wurde dies jedoch nicht bestätigt. Trump soll zudem auf Röntgenbildern erkennbare Anzeichen einer Lungenentzündung gehabt haben, wie die New York Times am Donnerstag berichtete.

Obwohl der Präsident wegen seines Alters und seines Übergewichts als Risikopatient galt, hätte sich Donald Trump geweigert, die Behandlung im Walter-Reed Krankenhaus wahrzunehmen. Erst nach Atemproblemen habe der Präsident der Behandlung im Krankenhaus zugestimmt, so die New York Times weiter.

Nach einem dreitägigen Aufenthalt kehrte Trump in das Weiße Haus zurück. In den höchsten Regierungskreisen steckten sich neben dem US-Präsidenten seine Ehefrau Melania*, Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager und seine Beraterin Kayleigh McEnany mit COVID-19* an.

Joe Biden: Donald Trump habe „seinen Job nicht gemacht“

US-Präsident Joe Biden* kritisiert derweil Donald Trumps Vorgehen in der Corona-Pandemie scharf: „Er hat seinen Job nicht gemacht, um für die massive Herausforderung vorbereitet zu sein, Hunderte Millionen Amerikaner zu impfen“, so der Demokrat am Donnerstag bei einem Besuch des Nationalen Gesundheitsinstituts. Etwa eine Woche vor seiner Amtseinführung hatte Joe Biden im Januar bereits den Kauf der 200 Millionen zusätzlichen Dosen angekündigt. Offensichtlich aus Unzufriedenheit gegenüber der bisherigen Impfstoffstrategie. „Amerika hatte keinen Plan, den Großteil des Landes zu impfen. Es war ein großes Durcheinander“, kritisiert der Nachfolger Trumps am Donnerstag.

Präsident Biden verkündete bei seinem Auftritt, dass die USA bis Ende Juli genügend Impfstoff* für rund 300 Millionen Menschen haben - genug für alle Erwachsenen des Landes. Ein neuer Vertrag mit den Impfstoffherstellern Moderna und Pfizer über jeweils 100 Millionen zusätzliche Corona-Impfdosen, mache die schnellere Immunisierung möglich, so Biden.

Der Demokrat sieht die Immunisierung der amerikanischen Bevölkerung als einen Eckpfeiler seiner Amtszeit an. So hat seine Regierung nach eigenen Angaben die wöchentlichen Lieferungen des Impfstoffs an die Bundesstaaten seit dem Amtsantritt um 30 Prozent gesteigert. Inzwischen werden auch Mitarbeiter und Mittel der Katastrophenschutzbehörde Fema und Soldaten für die Kampagne eingesetzt. (jjf/dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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