Alles rund um das Thema Studienplatzklage

In vielen Studiengängen übersteigt die Zahl der Interessierten, die gern ein Studium aufnehmen würden, gegenüber den zur Verfügung stehenden Plätzen jedes Jahr erheblich. Wer sich um einen Studiengang beworben und eine Absage bekommen hat, muss dies jedoch nicht einfach so hinnehmen, sondern kann über den Weg einer Studienplatzklage sein Glück versuchen. Der Kernvorwurf ist die Tatsache, dass viele Unis ihre Kapazitäten nicht ausschöpfen. Nachfolgend wird alles Wissenswerte erläutert: Macht eine Studienplatzklage Sinn? Wer kann dabei helfen und ab wann ist die Klage möglich?

Häufig berechnen Unis Zulassungszahlen falsch

Wer keine Lust hat, zu versuchen, per Losverfahren oder Wartesemester Jahre später zum Studium zugelassen zu werden, sondern direkt damit beginnen möchte, hat die Möglichkeit, den Studienplatz einzuklagen. Dadurch besteht die Möglichkeit, doch noch den Studiengang zu bekommen. Es ist regelmäßig der Fall ist, dass durch die Universitäten die Zulassungszahlen falsch berechnet wurden. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, es über eine Studienplatzklage zu versuchen. Immerhin geht es um die eigene Karriere, die ein wichtiger Bestandteil des gesamten Lebens ist. Auf diesem Weg wird überprüft, ob die Universitäten noch Möglichkeiten für weitere Studenten haben. Die Klage macht auch bei beliebten Studienplätzen Sinn, beispielsweise:

- Medizin - Zahn- oder Tiermedizin - Psychologie - Lehramt

Die Erfolgschancen sind erfahrungsgemäß hoch. In diesem Beitrag werden die genauen Voraussetzungen, der Verlauf der Studienplatzklage sowie die Chancen innerhalb der verschiedenen Studienfächer erläutert.

Wann macht eine Studienplatzklage Sinn?

Auch das Bundesverfassungsgericht kam zur Entscheidung, dass der NC das Grundrecht verletzen kann, wenn Universitäten die vorhandenen Ausbildungskapazitäten nicht vollständig ausnutzen. Sie müssen alle freien Studienplätze, die zur Verfügung stehen, restlos vergeben, bevor es erlaubt ist, Anträge auf Studienplätze abzulehnen. Wenn dem nicht so ist, können Studienplatzklagen erfolgreich sein. Die Klage kann an eine Uni oder mehrere Hochschulen gerichtet werden, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Sie hat sich vor allem bei Fächern besonders bewährt, die mit dem Numerus Clausus beschränkt sind. Das Gleiche gilt bei Studienplätzen, in welchen Wartesemester ebenso nicht weiterhelfen, beispielsweise in den Fächern Psychologie und Medizin.

Wer kann mir bei der Studienplatzklage helfen?

Wer versuchen möchte, über eine Studienplatzklage an sein Wunschstudium zu gelangen, kann einen Anwalt für Hochschulrecht oder Verwaltungsrecht konsultieren. Deren Tätigkeitsschwerpunkte sind unter anderem Studienplatzklagen und Öffentliches Schulrecht. Ihnen ist es bereits wiederholt gelungen, für die Mandanten einen Studienplatz einzuklagen.

Ab wann ist die Studienplatzklage möglich?

Die Studienplatzklage ist nach der Ablehnung des Studienplatzes möglich. Doch folgendes sollte beachtet werden. Die Klage kann erst dann sinnvoll erhoben werden, wenn die einzelnen Bundesländer ihre Zulassungszahlenverordnungen veröffentlicht haben. Dies ist eine Voraussetzung dafür, seriös darüber zu entscheiden, welche Hochschulen und Universitäten zu verklagen sind.

Fristen bei der Studienplatzklage einhalten

Um vor allem den Bewerbern, die sich nicht fachkompetent anwaltlich vertreten lassen, die Möglichkeit einer Studienplatzklage zu erschweren, wurden für außerkapazitäre Anträge teilweise Fristen eingeführt, die je nach Bundesland, Universität und Hochschule variieren können. In Bewerbungsfristen und Verfahrensfristen können sie kategorisiert werden. Es ist wichtig, sie zu erfragen und einzuhalten. Eine verpasste Frist kann dazu führen, dass die Studienplatzklage keine Aussicht auf Erfolg hat.

Zusammenfassung - Studienplatzklage ist sinnvoll

Die Bewerbung an einer Universität oder Hochschule und das damit einhergehende Warten auf einen positiven oder negativen Bescheid können ziemlich strapaziös sein. Dies gilt umso mehr, wenn aufgrund eines zu hohen Numerus Clausus eine oder gleich mehrere Absagen im Briefkasten liegen. Die Zukunftspläne geraten dadurch trotz Hochschulzugangsberechtigung schnell einmal ins Wanken. Doch es besteht die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen durch eine Studienplatzklage doch noch an sein Traumstudium zu gelangen. Abiturienten werden, anders als oft vermutet, durch die Studienplatzklage keine Plätze weggenommen. Es werden lediglich weitere geschaffen, die ursprünglich in der Berechnung der Kapazität nicht vorgesehen waren.

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