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NIBE Luft-Wasser-Wärmepumpe der Baureihe F2120

Experten-Kolumne von Romed Spiekermann

Alte Photovoltaikanlagen profitieren von Wärmepumpe

Im Schnitt deckt die Photovoltaikanlage ungefähr 30 Prozent des Strombedarfs einer Wärmepumpe. Dieser Wert variiert jedoch je nach Effizienz-Standard eines Gebäudes und erhöht sich bei Nutzung eines intelligenten Managementsystems.

Das ist einer von mehreren Gründen, warum es für Besitzer älterer Anlagen wirtschaftlich interessant sein kann, nachträglich eine Wärmepumpe zu installieren. Dies gilt vor allem für alle Anlagen, die zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. März 2012 in Betrieb gingen.

In diesem Fall erhält der Anlagenbetreiber eine Eigenverbrauchsvergütung, sobald er mehr als 30 Prozent seines Strombedarfs durch eine eigene Photovoltaikanlage deckt. Da dieser Wert durch herkömmliche Haushaltsgeräte kaum erzielbar ist, bietet sich die Nachrüstung der Photovoltaik mit einer Trinkwasser-Wärmepumpe als konstanter Energieverbraucher an.

Ein wichtiges Thema für eine möglichst hohe Effizienz der Kombination Wärmepumpe mit Photovoltaik ist die Entscheidung, ob die Wärmepumpe an den durch die Photovoltaikanlage versorgten Haushaltsstromkreis angeschlossen wird. Bei einem Jahresverbrauch von 6000 Kilowattstunden durch die Wärmepumpe rechnet sich der Anschluss an den Haushaltsstromkreis dann, wenn die Wärmepumpe von der Photovoltaik mit mehr als 50 Prozent der benötigten Energie versorgt wird.

Versorger bieten stark vergüngstigten Strom an

Eine wärmeeffiziente Gebäudemodernisierung und der Einsatz intelligenter Energie-Management-Systeme wirken sich dahingehend aus, dass der Anschluss an den Haushaltsstromkreis auch weit unter den angegebenen 50 Prozent rentabel ist. Eine Besonderheit ist jedoch zu beachten: Der Wärmepumpenstrom wird von vielen Energieversorgern stark vergünstigt angeboten. Alternativ behält sich der Stromanbieter vor, in stromintensiven Zeiten die Pumpe über einen kostenpflichtigen Rundsteuerempfänger zu sperren.

Verzichtet der Besitzer einer Kombinationsanlage aus Wärmepumpe und Photovoltaik auf den günstigen Wärmepumpenstrompreis und schließt stattdessen die Pumpe an den Haushaltsstromkreis an, entnimmt sie bei fehlendem Energieüberschuss aus der Photovoltaikanlage den Strom aus dem Stromnetz mit Normaltarif.

Abhängig davon, wie groß die Anlage dimensioniert ist, ist unter Umständen der Kauf eines zusätzlichenSolarspeichers eine Überlegung wert. Die Entscheidung für die optimale Variante beeinflussen dabei mehrere Faktoren. Allerdings entschließen sich immer mehr Anlagenbesitzer für den Anschluss der Wärmepumpe an den durch die Photovoltaik gespeisten Haushaltsstromkreis.

Überschüssige Energie landet im Speicher

Die Kombination Wärmepumpe und Photovoltaik erhält eine immer größere Bedeutung. Vor allem ältere Photovoltaikanlagen mit Eigenverbrauchsvergütung profitieren von der Nachrüstung mit einer Wärmepumpe. Im Idealfall erfolgt die Speicherung der überschüssigen Energie in einem Speicher, der diese dem Haus bedarfsgerecht zur Verfügung stellt.

Energieberater Romed Spiekermann gehört der Hertener Initiative „planraumleben“ an und berät Eigentümer und Käufer in allen Bereichen der Sanierung.

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