Altersvorsorge – welche Strategie dafür ist am Besten?

Wir alle sollten für unsere Rente vorsorgen – nicht umsonst wird dieser Satz immer wieder in den Medien gepredigt. Woran liegt es, dass wir nicht mehr mit einer ausreichenden Rente für unser Leben im Alter rechnen können?

Ganz einfach – die Menschen steigen tendenziell immer später ins Berufsleben ein. Das heißt, es fließt immer weniger Geld in die Rentenkassen, wenn junge Erwachsene lange studieren. Im Gegenzug werden, Dank gesundheitlichem Fortschritt, viele Deutsche immer älter. Das heißt dass unsere Rentenkasse dadurch auch stärker beansprucht und belastet werden. Schließlich wird die gesetzliche Rente bis zum Tod des Rentenempfängers bezahlt.

Mehr denn je steht also fest: Jeder Verbraucher selbst sollte sich eine solide Altersvorsorge aufbauen, um im Alter nicht baden zu gehen. Nur wenn Sie selbst schon in jungen Jahren ein wenig Geld zur Seite legen, kann man auch im Alter auf eine ausreichende Vorsorge bauen, oder?

Ja – dennoch ist es in einer Welt ohne Zinsen mehr als eine große Herausforderung, wie man sein Geld zur Seite sparen soll. Stellt eine Immobilie gar eine solide Vorsorge für das Alter dar? Wir gehen der Sache auf den Grund und liefern in diesem kleinen Guide wichtige Informationen rund um die Vorsorge im Alter. Neugierig?

Sollten Sie auf die geförderte Altersvorsoge von Riester bauen?

Ebenso wie die gesetzliche Altersvorsorge ist ein Thema mehr als umstritten: Riester! Die nach dem damaligen Minister benannte geförderte Altersvorsorge soll steuerliche Vor- aber auch Nachteile mit sich bringen. Ja! In der Tat wird Riester vor allem für kinderreiche Familien mit guten Förderquoten subventioniert. So kann der Riester-Vertrag für hohe Kinderzulagen sorgen. Schließlich bekommt der Verbraucher ganze 185 Euro für bis Ende 2007 geborene Kinder. Wenn das Kind 2008 oder später geboren ist, werden sogar 300 Euro pro Kind bezahlt. Ganz nebenbei ist die Grundzulage pro erwachsenen Sparer auf 175 Euro angehoben worden. All diese Zulagen werden pro Jahr direkt auf den Rentenvertrag einbezahlt.

Wie hoch sollte man den Sparvertrag in Form von Riester ansparen? Hier gibt es kein Wahlrecht für den Sparer. Es sind 4 % vom Jahresbruttoeinkommen in den geförderten Altersvorsorgevertrag im Jahr als Beitrag aufzubringen. Hierin sieht man schon die Beschränkung von Riester: Gerade Frauen, die aufgrund ihrer Kinder nur eingeschränkt arbeiten, können nicht viel verdienen. Daraus ergibt sich, dass auch auf den Sparvertrag (4% vom Jahresverdienst) keine hohen Summen fließen. Die Kinderzulage und Grundzulage ist zwar ein „netter Bonus nebenbei“, in der Summe jedoch wird Riester wohl kaum ausreichen, um im Alter gut leben zu können.

Außerdem muss der Vertrag in Form von Riester nachgelagert besteuert werden. Was heißt das genau? Die Rente ist, wie die gesetzliche Rente auch, voll steuerpflichtig. Das bedeutet, dass in jungen Jahren zwar gute Subventionen vom Staat bezahlt werden, was in späteren Jahren jedoch in Form von Steuergeldern zurückbezahlt werden muss.

Ist beim Sparvertrag in Form von Riester also nichts gewonnen? So einfach kann dies hier nicht beurteilt werden. Fakt ist, dass neben der gesetzlichen Rente die Riesterrente gerade für Geringverdiener kaum ausreichen wird, um gut im Alter leben zu können. Riester ja – als einzige Ergänzung: Nein!

Lohnt sich ein Sparvertrag in Form von Aktien?

Auf lange Sicht schlägt die Aktienanlage jedes festverzinsliches Wertpapier, oder? Ja – genau aus diesem Grunde lohnt es sich meist sehr, wenn Sie monatlich eine kleine Summe in Form von einem Aktienfonds ansparen. Die Investition in Unternehmen kann man auf verschiedene Art und Weise selektieren. Sie können in Deutschland, in Europa oder weltweit in Aktien ansparen und sich so am weltwirtschaftlichen Wachstum beteiligen. Wenn das Bruttosozialprodukt und die Erträge für die Aktiengesellschaften stimmen, profitieren auch Sie als Aktionär. Das macht sich in steigenden Kursgewinnen und Dividendenerträgen bemerkbar.

Genau deshalb bieten viele Investmentgesellschaften den Aktienfonds an, in dem der Verbraucher sein Geld sehr flexibel ansparen kann. Hier kann man zum Beispiel mit 25 Euro oder 30 Euro im Monat beginnen oder die Sparrate auf 500 Euro oder mehr erhöhen. Je mehr man spart, desto besser wird es in Sachen Rente in späteren Jahren aussehen. Dieser Zusammenhang ist logisch, oder?

Fakt ist, wenn man an den Wachstum unserer Wirtschaft glaubt, sollte man langfristig in Aktien investieren. Die Rendite spricht Bände: Aktienanlagen bieten zwischen 5 % und 15 % Ertrag pro Jahr. Diese hervorragende Performance kann man kaum bei einem anderen, soliden Produkt erzielen. Allerdings sollte man stets bedenken: Aktien unterliegen hohen Kursschwankungen. Die Schwankungsbreite (Volatilität im Fachbegriff) sollte man aushalten können. Schließlich muss es jeder Verbraucher aushalten können, dass sein Depotwert im Laufe der Anlagejahre steigen und fallen kann. Wer die Volatilität nicht sehen und ertragen kann, sollte die Finger von Aktienfonds lassen. ? Auch hier können Sie Geld verdienen, dabei sollten Sie jedoch das Risiko nicht scheuen.

Auf lange Sicht betrachtet (10 Jahre oder mehr) rentieren sie sich jedenfalls: Die Anlagen in Beteiligungen oder Aktien.

Kann man mit einer klassischen Lebensversicherung noch Geld verdienen?

Lebensversicherungen legen das Geld vom Anleger, also vom privaten Sparer, meist in klassischen Rentenprodukten an. Das heißt, das Geld arbeitet am Geld- und Kapitalmarkt, der derzeit sehr niedrige Zinsen abwirft. Werden schlechte Zinsen bezahlt, kommt auch bei der Ablaufleistung der Lebensversicherung kein guter Ertrag zustande, oder?

Ja – in der Tat sind die klassischen Lebensversicherungen nicht nur wegen der schlechten Renditen sehr umstritten.

Genau aus diesem Grunde denken Versicherungsunternehmen bereits seit vielen Jahren um. Auch Versicherungen legen das Geld des Anlegers oftmals in Fonds oder am Aktienmarkt an. Hier können bessere Renditen als bei herkömmlichen Sparprodukten an den Anleger weitergegeben werden. Somit sorgt auch bei dieser Art von Altersvorsorge die Aktienanlage für eine solide Performance für den Anleger. Genau das ist der richtige Weg, um gegen die dauerhaft niedrigen Zinsen auch in Sachen Altersvorsorge anzukämpfen. kann jeder Verbraucher mehr über das Thema Sachwerte und Geld erfahren.

Immobilie – ist die Miete an sich selbst der richtige Weg zur Vorsorge?

Viele Investoren sehen die Immobilie als richtige Strategie, um im Alter sich ein schönes Leben zu finanzieren. Warum? Schließlich will man als Mieter nicht permanent von Miete, Mieterhöhungen oder einer Kündigung des Mietvertrages abhängig sein. Genau deshalb erscheint es für den bodenständigen Investor der richtige Weg, sich sein Eigenheim selbst zu schaffen. Dabei zahlt man die Miete an sich selbst, indem eine Darlehensrate an die Bank zu bezahlen ist. Irgendwann ist der Verbraucher schuldenfrei und das Eigenheim gehört ihm selbst und nicht mehr der Bank. Wenn man dauerhaft mietfrei wohnen kann, ist dies eine Art von Rente und eine Altersvorsorge, oder?

Ja, denn Immobilien bieten neben einer soliden Form der Anlage auch Inflationsschutz. Das Geld ist so sicher angelegt, Mieterhöhungen oder Preisveränderungen am Markt spielen also auch in Zukunft kaum mehr eine Rolle. Allerdings gilt es auch hier zu bedenken: Immobilien müssen renoviert werden, sie kosten Geld und auch Energie. Somit muss man bei der Investition in einer Immobilie stets Rücklagen haben, um diese Kosten tragen zu können.

Alles gut in Sachen Immobilien? Ja – sicher ist der Traum vom Eigenheim mehr als berechtigt. Allerdings ist der Immobilienbesitz auch mit nicht immer kalkulierbaren Kosten und Aufwendungen zu betrachten. Es gibt sie einfach nicht: Die eierlegende Wollmilchsau, die die Lösung in Sachen Rendite und Altersvorsorge darstellt.

Allerdings ist eine solide Immobilie sicher der richtige Weg, sein Geld unabhängig vom Zinsmarkt anzulegen. Zinsen schwanken – die Immobilienpreise letztendlich auch. Doch wer sich die Miete an sich selbst ausbezahlt, wird auf Dauer Freude an seiner Wohnsituation erleben und macht sich vom Markt unabhängig.

Sollte man auf die Rente einfach hoffen, die später einmal ausbezahlt wird?

Sie sehen sehr schnell: Wenn es um die eigene Altersvorsorge geht, sollte man wirklich nichts dem Zufall überlassen. Die eigene, ersparte Rente, die der Staat in Aussicht stellt, ist nicht sicher und verlässlich. Verlassen kann sich jeder Verbraucher jedoch auf sich selbst, wenn er vorsorgt. Hier sollte man selbst entscheiden, welche Art der Altersvorsorge eine solide Basis darstellt. Eine gute, solide Mischung ist sicher nicht der falsche Weg, um im Alter solide vorzusorgen.

Setzen Sie also auf Riester als Zubrot, auf gute Aktienfonds und auf die eigene Immobilie. Neben der gesetzlichen Rente ist genau das der richtige Weg, damit man im Alter nicht in der Altersarmut, sondern in der Altersfreude lebt. Schließlich möchten auch Sie zur 5. Jahreszeit im Leben, wenn Sie endlich Zeit für Reisen, Hobbys und viele Unternehmungen haben, etwas Vermögen zum Ausgeben zur Verfügung wissen, oder? Dann sorgen Sie jetzt schon vor und verlassen sich ganz sicher nicht alleine auf die Bezahlung der gesetzlichen Rente.

Fazit

Sie sehen - auch Sie dürfen in Sachen Geldanlage fürs Alter nichts dem Zufalle überlassen. Wer gut vorsorgt, wird siegen. Bitte wählen Sie für sich und Ihr Vermögen die genau richtige Strategie, damit Sie im Alter eine gewisse Summe zur Verfügung wissen. So wird Ihnen Ihr Leben dann so richtig Spaß bereiten - ohne Geld geht das nicht, dass Sie Ihr Alter genießen können. Wetten, auch mit kleinen Summen, die Sie monatlich beiseite legen, werden Sie später eine solide Rente erhalten?

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