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Der Nissan Micra N-Connecta ist besonders innerhalb der Ortsschilder ein Kraftzwerg.

Fahrbericht

Alltags-Test Nissan Micra N-Connecta: Kleiner Kraftzwerg

Der Nissan Micra läuft schon seit vielen Jahren vom Band und ist als Stadtfahrzeug konzipiert. Wie macht sich der Kraftzwerg im Alltagstest?

Seit weit über 30 Jahren ist der Nissan Micra am Markt, inzwischen in der fünften Generation. Und die wird nun von Dreizylindermotoren mit 100 und 117 PS angetrieben. Wir waren mit der schwächeren Version als IG-T 100 unterwegs.

Lob: Ideal für die Stadt

Dank gerade mal 1.135 Kilogramm Gewicht zieht der kleine Japaner vehement vorwärts, besonders ab knapp 3.000 U/min geht’s richtig ab. 100 PS beträgt die Maximalleistung des Dreizylinders mit 999 Kubikzentimetern, 160 Nm sind bei 2.700 U/min als maximales Drehmoment angegeben. Besonders in der Stadt gefällt der wendige Kleinwagen und macht seine Sache gut, jenseits des Ortsschilds ist nicht das bevorzugte Terrain des Micra. Aber er schwimmt auch auf der Autobahn ganz gut mit, wo dann laut Kfz-Papieren bei 184 km/h Schluss ist. Dieses Tempo man sich aber sparen.

Er wirkt größer, als er ist

Das Design ist fein, der Micra wirkt deutlich größer, als er tatsächlich ist. Die in der C-Säule versteckten Griffe der hinteren Türen sind ein Hingucker. Einsteigen sollten hinten aber nicht mehr als zwei Erwachsene und das auch nur für Kurzstrecken. Der Kofferraum ist mit 300 Litern (durch Umklappen erweiterbar auf 1.004 Liter) groß genug, allerdings stört die hohe Ladekante. Positiv erwähnt werden sollen das leistungsstarke Gebläse und die wirksame Heizung. Unser Micra mit der N-Connecta-Ausstattung hatte unter anderem so feine Features wie einen Fernlicht-Assistenten (blendet automatisch ab), Fußgängererkennung, aktiv korrigierender Bremseingriff, Sitzheizung und Keyless-go-Funktion.

Ebenfalls spannend: Die Wankel-Mutigen: Vor 50 Jahren präsentierte Mercedes den Sportwagen C 111.

Kritik: Etwas behäbig und laut

Unter 3.000 U/min ist der Nissan eher behäbig unterwegs, darüber geht er zwar ab, ist dann aber auch etwas laut. Der Innenraum, insbesondere das Cockpit, wird von praktischem Plastik dominiert, besonders heimelig ist das jedoch nicht. Das recht straffe Fahrwerk filtert bei unebenen Strecken leider nicht alle Rückmeldungen weg.

Auch interessant: Mehr Allrounder geht nicht: BMW R 1250 GS.

Kosten: Ein bisschen durstig

Weil der kleine Kraftzwerg gar so flott abgeht und weil wir ihn überwiegend auf Kurzstrecken einsetzten, genehmigte sich der Micra fast sechs Liter auf 100 Kilometer. Der Grundpreis für den Micra Visia Plus IG-T beträgt 15.390 Euro, für unseren Testwagen mit N-Connecta-Ausstattung und vielen Extras sind 20.730 Euro fällig.

Fazit: Kurz und gut

Der Micra ist dank seiner Variabilität ein gutes Auto für die Stadt und für Kurzstrecken, aber er ist nicht nur als Zweitwagen geeignet: Wenn es sein muss, absolviert er auch mal längere Etappen. Kraft hat er auf jeden Fall mehr als genug.

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Volker Pfau

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen.
Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen. © Kreispolizeibehörde Viersen
Die Raser-Taube hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können.
Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen.
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden.
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden. © Polizei Dortmund
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen.
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen. © Polizei Dortmund
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
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