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Fahrbericht

Skoda Scala überzeugt als Verbrauchswunder auf der Straße

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Überraschung an der Tankstelle: Der neue Skoda Scala überzeugt als Diesel beim Verbrauch. Doch auch die Fahrwerte und das Platzangebot können sich sehen lassen. Wir haben die Ausstattung Style getestet

In der Farbe Rallye-Grün-Metallic macht der neue Skoda Scala (der Name leitet sich aus dem Lateinischen für „Treppe“ oder „Leiter“ ab) schon einiges her. So war ich überaus gespannt, ob sich das sportliche Aussehen auch auf die Fahrleistungen überträgt. Denn ein wenig Skepsis macht sich angesichts der „nur“ 85 kW breit. Und dann soll der neue Scala im Mix auch gerade mal gut vier Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Wir haben den Praxistest im froschgrünen Flitzer gemacht. 

Der erste Eindruck auf der Straße überrascht positiv. Die Siebengang-Automatik greift zügig, lässt im Prinzip keine Pausen beim Hochschalten erkennen. Zudem liegt der Scala fest auf der Straße. Und ein Hingucker ist unser Modell ohnehin. Zum einen scheint die Farbe mehr als anziehend auf die Menschen in der Umgebung zu wirken, zum anderen erinnert der Skoda von vorne an einen Haifisch auf Beutejagd. Seitlich stechen die aus anderen Modellen wie dem Superb bekannten kantigen Formen ins Auge. 

Weiterentwickelt hat Skoda den Touchscreen.

Die komplette Neuentwicklung eines Fahrzeugs des tschechischen Herstellers (aus Rapid Spaceback wurde Scala) in der Kompaktklasse mit Golf, Astra und Co. scheint in diesem Bereich zu fruchten. Die dynamische Formensprache soll übrigens prägend sein für alle künftigen Modelle des Automobilherstellers. 

Innenraum im Skoda gefühlt großzügig

Zum Ausstattungspaket Emotion gehört unter anderem das opulente Panoramaglasdach – eine Investition, die sich lohnt – macht es den Innenraum gefühlt doch deutlich größer. Aber nicht nur gefühlt, auch real ist in dem Fahrzeug viel Platz. Dank des langen Radstandes gibt es für Mitfahrer vorne wie hinten nichts zu meckern. Da wird es die Konkurrenz schwer haben, in kommenden Modellen mitzuhalten.

Prima Idee: Regenschirm in der Verkleidung der Fahrertür.

Die Materialien wirken dagegen etwas billig. Das Hartplastik wie am Handschuhfach sieht einfach nicht schön aus. Auch in die Rückfahrkamera für unter 300 Euro sollte man investieren. Ansonsten ist der Scala bereits ordentlich ausgestattet.

Gute Ausstattung im Scala Style

Serienmäßig gibt es beispielsweise LED-Scheinwerfer und -Heckleuchten sowie den Spurhalteassistenten. Diverse andere Fahrassistenten gibt es aber immerhin auch optional dazu. Typisch Skoda: In der Fahrertür gibt es seitlich ein Regenschirmfach, im Verschlussdeckel des Scheibenwaschbehälters einen integrierten Trichter. 

Eiskratzer im Tankdeckel

Beim Verbrauch trumpft der Scala dann richtig auf. Über Land benötigen wir laut Bordcomputer auf unserer Teststrecke gerade einmal 2,7 Liter! Und auch der Gesamtverbrauch im Mix von 4,5 l bei sportlicher Fahrweise kann sich sehen lassen.

Die Sitze sind bequem.

Motor/Getriebe: Verbaut ist ein 1,6-Liter-Turbodieselmotor (85 kW) mit Start-Stopp-Automatik und Rekuperation, Hochdruck-Direkteinspritzung, DOHC, Common-Rail-Technologie und ein 7-Gang-Automatikgetriebe DSG. Maximales Drehmoment: 250 Nm bei 1500 bis 3250 Umdrehungen. CO2: 108 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP

Leistung: Höchstgeschwindigkeit 200 km/h. Von 0 auf 100 km/h: 10,3 Sek. Angegebener Verbrauch: ca. 4,1 Liter Diesel (kombiniert). Im Test zeigte der Bordcomputer am Ende 4,5 Liter im sportlichen Mix. Anhängelast bis zu 1250 Kilogramm.

Karosserie: Länge 4,36 Meter, Breite 1,79 Meter (ohne Spiegel), Höhe 1,46 Meter. Gepäckraumgröße 467 bis 1410 Liter. Leergewicht: 1339 bis 1503 kg.

Preise: In der Grundausstattung gibt es den Scala ab 17.350 Euro (Active). Die Ausstattungslinie Style kostet ab 22.200 Euro. Unser Testmodel liegt mit der Zusatzausstattung bei 35.403,99 Euro (mit Extras wie einer elektrischen Heckklappenbedienung sowie den Ausstattungspaketen Dynamic und Emotion).

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