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Der neue Suzuki Jimny.

Autotest

Suzuki Jimny: Quadratisch, praktisch, japanisch

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Marl - Der neue Suzuki Jimny überzeugt mit klarem Design und robustem Auftreten. Wer Interesse an dem Offroader hat, muss Geduld mitbringen – im Moment ist die Nachfrage so hoch, dass es Wartezeiten gibt.

Runde Scheinwerfer, breite Radkästen, schwarzes Dach mit Überstand, ein außen an der Hecktür befestigtes Ersatzrad und „klare Kante“, wohin das Auge blickt: Der neue Jimny II überzeugt optisch auf ganzer Linie, erinnert an eine etwas zu heiß gewaschene G-Klasse oder einen Mini-Renegade und nimmt Anleihen am Urvater des Suzuki-Allradlers, dem LJ80. Das Gesamtpaket überzeugt sogar so gut, dass Interessenten im Moment mit Wartezeit beim Händler rechnen müssen. Wir konnten den kleinen Kraftprotz zwei Wochen lang auf seine Alltagstauglichkeit fernab von Wald und Flur testen.

Pünktlich zum 20. Geburtstag kam der neue Jimny im vergangenen Herbst auf den Markt und konnte auf Anhieb bei seinen Fans punkten. Das klare Außendesign setzt sich im Innenraum fort: Hier dominieren eckige Elemente, aufgesetzte Innensechskantschrauben auf den Armaturen verstärken das Bild des rustikalen Partners für das Gelände. Hier wird sich auch niemand am robust wirkenden Kunststoff als vorherrschendes Material stören – ganz im Gegenteil: Abwaschbar und hart im Nehmen soll der Innenraum im Jimny schließlich sein. Dass in dem schnuckeligen Viersitzer tatsächlich auch vier Personen sitzen können, ohne sich wie Schlangenmenschen zu verhalten, dürfen sich die Japaner auf ihre Fahnen schreiben.

Viele Extras schon in der Grundausstattung

Wenn man zu zweit unterwegs ist, können die Rückenlehnen der hinteren Sitze flott versenkt werden und ermöglichen dadurch ein auf 830 Liter gestiegenes Kofferraumvolumen. Da bei aller Robustheit heute auch ein gewisses Maß an Technik als Standard im Auto vorausgesetzt wird, hat Suzuki auch hier kräftig aufgerüstet: Schon in der Einstiegsvariante Comfort sind Klimaanlage, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Tempomat, Sitzheizung, Lichtsensor und DAB-Digitalradio serienmäßig enthalten. In unserem Testwagen (Comfort +) stecken zudem ein Audiosystem mit Touchscreen, Navigationssystem, Lederlenkrad, Scheinwerferreinigungsanlage, Verkehrszeichenerkennung, Kollisions- und Spurwarner.

Das bieten freilich auch viele der Konkurrenten, die auf den Straßen unterwegs sind – die Mini-, Kompakt- und Crossover-SUVs allerdings dürften dann den Kürzeren ziehen, wenn es ins Gelände, auf unbefestigte Wege oder in den Wald geht. Hier punktet der Jimny II mit seinem zuschaltbaren Allradantrieb, den Suzuki „Allgrip Pro“ getauft hat.

Bei Bedarf wird über den zusätzlichen, kleineren Hebel von Zwei- auf Vierradantrieb geschaltet. Falls nötig kann sogar noch auf Untersetzung (4L) gewechselt werden – in diesem Fall wird in allen Gängen noch mehr Kraft auf die Räder geschickt. Eine Berganfahr- und Bergabfahrhilfe wirken unterstützend. Und Kraft genug hat der Jimny: Im neuen Modell arbeitet ein zuverlässiger 1,5-Liter-Benziner und leistet 102 PS. Das beschleunigt den Offroader auf der Autobahn fast bis auf 150 km/h. Auf seinen doch recht schmalen Beinen fühlt sich der Jimny dann aber nicht mehr so wohl wie in Wald und Flur, wo ihn viele seiner Käufer auch tatsächlich einsetzen dürften. Auf der letzten Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund jedenfalls sollen Interessenten Schlange gestanden haben.

Kein Wunder: Für knapp 18.000 Euro erhält man mit dem Jimny einen zuverlässigen, wendigen und zu 100 Prozent geländetauglichen Offroader.

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