Citroën C3 Aircross Seitenansicht
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Der C3 Aircross steht gut da: Die kurze, hohe Motorhaube vermittelt ein muskulöses Auftreten.

Fahrbericht

Kompaktes SUV im Test: Citroën bleibt sich beim C3 Aircross treu

  • Tobias Ertmer
    vonTobias Ertmer
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Dieser Citroën C3 ist mehr als ein Stadtflitzer: Der Kompaktwagen wird als „Aircross“ zum poppigen Kompakt-SUV – mit variablem Innenraum. Wir haben ihn getestet.

  • Der C3 Aircross gehört zu den kompakten SUV und ist seit 2017 auf dem Markt.
  • In der Jubiläumsedition Origins sind zahlreiche Assistenzysteme an Bord.
  • Im Testzeitraum fuhren wir den Franzosen mit einem Verbrauch von 5,9 Liter Benzin auf 100 km.

Die neuen SUV aus dem Hause Citroën haben eines gemeinsam: Sie wirken nicht nur besonders robust, sondern strahlen zudem etwas Spielerisches aus. Auch beim C3 Aircross, der 2017 aus einem Konzeptauto des französischen PSA-Konzerns entstand, ist man sich in dieser Hinsicht treu geblieben. Der C3 Aircross besetzt dabei die Nische unterhalb des C4 Aircross, der eine Handbreit länger ist. Wir konnten dem poppigen Franzosen, der auf jedem Parkplatz auffällt, zwei Wochen lang auf den Zahn fühlen.

Citroën C3 Aircross: Man muss ihn einfach mögen

Rein optisch setzt Citroën ganz auf die Taktik „ganz oder gar nicht“: Entweder man verliebt sich direkt in das knuddelige Kompakt-SUV - oder nicht. Was manchem Autofahrer vielleicht zu verspielt erscheint, hebt sich allerdings wohltuend von der Alltagskost anderer Hersteller ab. Gerade das abgerundete Heck mit den Eckscheiben aus Polycarbonat sowie das in der Jubiläumsedition standardmäßige Dach in einer Kontrastfarbe machen den kleinen „Crosser“ unverwechselbar. Die hohe, kurze Motorhaube täuscht über die tatsächlichen Maße etwas hinweg: Der Franzose misst immerhin rund 4,15 Meter in der Länge und bietet bei umgeklappten Rücksitzen bis zu 1289 Liter Kofferraumvolumen. Ordentliche Werte für ein Fahrzeug, das preislich bei etwa 17.500 Euro startet. Unsere üppig ausgestattete Sonderedition kostet rund 22.000 Euro. 

Auch von hinten ein knuffiger Kompakter: Im Kofferraum des C3 Aircross ist viel Platz.

​Die Basis des C3 Aircross SUV bildet der C3, die schon beim gemeinsam entworfenen Opel Crossland X zum Einsatz kam. Im Inneren hat sich Citroën für eine gelungene Kombination aus Robustheit, Variabilität und modernem Design entschieden. Die rustikal wirkenden Stoffbezüge dürften im Alltag einiges mitmachen, die Rückbank lässt sich je nach Wunsch komplett oder getrennt verschieben. Vom Lenkrad aus wirkt der Franzose aufgeräumt - und bietet eine Menge Technik: Insgesamt zwölf Fahrassistenzsysteme sind mit an Bord, darunter ein Spurhalteassistent, eine Rückfahrkamera mit 360-Grad-Rundumsicht, ein Aufmerksamkeitswarner, ein aktiver Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung und der heute fast unverzichtbare Toter-Winkel-Assistent in den Außenspiegeln. Auch das breite Display in der Mitte der Konsole bietet von Apple- über Android-Anbindung bis hin zum WLAN alles, was der technikbegeisterte Fahrer sucht.

Innenraum wirkt aufgeräumt und gut ausgestattet

Das farbige Head-up-Display ist ein weiteres Extra, das für mehr Aufmerksamkeit sorgt. Auf der Straße bestätigt sich der erste Eindruck: Citroën liefert hier ein kompaktes SUV, das sich sowohl in der Stadt als auch im Überlandverkehr und auf holprigen Nebenstraßen wohlfühlt. Der bewährte Benzinmotor, ein 110 PS starker Dreizylinder, ist ausreichend agil und lässt den C3 Aircross zügig beschleunigen. Auf der Autobahn liegt die Höchstgeschwindigkeit bei fast 190 km/h - mehr als genug für ein SUV. 

Das Cockpit im C3 Aircross wirkt sehr aufgeräumt mit klassischen, analogen Elementen neben dem zentralen Digitaldisplay.

Beim Verbrauch haben wir im kombinierten Pendlerverkehr mit viel Stadt und kurzen Autobahnstrecken einen zufriedenstellenden Wert von 5,9 Liter erreicht. Die Werksangabe (4,8 Liter) ist wohl nur bei sehr zurückhaltender Fahrweise machbar. Unser Fazit: Wer einen kompakten Fünftürer mit variablem Innenraum und guter Ausstattung sucht, sollte den C3 Aircross vielleicht einmal in die engere Auswahl nehmen. Er tritt allerdings gegen eine große Konkurrenz an: Aus dem eigenen Haus ist es der Opel Crossland X, bei Renault der Capture und Fiat hat den 500 L am Start. Wer es größer will, kann zum C4 Aircross, dem DS7 oder Peugeot 3008 greifen.

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