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Der Kia Ceed Sportswagon in der dritten Generation.

Fahrbericht

Familienkutsche im neuen Gewand: So fährt sich der Kia Ceed Sportswagon mit 136 PS

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Die dritte Generation des Kia Ceed Sportswagon ist gewachsen – und bei den Kunden nach wie vor beliebt. Wir haben den Kombi auf Herz und Nieren getestet.

Marl - Dieser Koreaner ist eigentlich ein Europäer: Der Kia Ceed, mittlerweile in der dritten Generation auf den Straßen unterwegs, wurde entworfen im Designzentrum Frankfurt, entwickelt in Rüsselsheim und gefertigt in einem Werk in der Slowakei. Damit bleibt Kia auch der Bedeutung des 2007 eingeführten Namens treu: Der Ceed ist ein Kompakter für die „Community of Europe, with European Design“. Wir haben uns die Kombiversion etwas näher angesehen. 

Kia Ceed Sportswagon: Klare Linien und längere Karosserie

Schon beim ersten Blick fällt auf, dass Kia den neuen Sportswagon auch optisch noch konkurrenzfähiger gemacht hat: Zum einen ist der kompakte Kombi, der in seiner Klasse unter anderem gegen den VW Golf und den neuen Toyota Corolla antritt, deutlich gewachsen. Knapp zehn Zentimeter länger als sein Vorgänger ist der Ceed SW, den wir in der Ausstattungsvariante Spirit mit einem 1,6-Liter-Diesel testen. Die Linienführung des sportlichen Kompakten gefällt: Hier wird das Auge nicht durch extravagante Kanten oder Lufteinlässe abgelenkt, alles wirkt stimmig. 

Griffig: Das Lederlenkrad bietet Zugriff auf die meisten Funktionen.

Das für Kia typische „Gesicht“ mit dem zentralen Kühlergrill in Wabenoptik sowie die weit herunter gezogene Frontschürze mit zusätzlichen Nebelscheinwerfern und Lufteinlass vermittelt ein dynamisches Äußeres. Dazu tragen auch die flachen Scheinwerfer bei. Kein Wunder, schließlich haben sich die Designer hier vom Kia Stinger inspirieren lassen. 

Innenraum im Ceed wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich

Die Armaturen des Kia Ceed SW sind übersichtlich gestaltet.

Auch im Innenraum hat sich im Vergleich zu den Vorgängern einiges getan: Das Armaturenbrett ist horizontal ausgerichtet und bietet einen guten Überblick, ebenso wie der freistehende und glasklare Touchscreen: Dieser beinhaltet je nach Ausstattungsvariante auch die Möglichkeit, sein Smartphone per Android Auto oder Apple Car Play aufs Display zu spiegeln – und so zum Beispiel die Apps des Telefons zu nutzen (Navigation, Musikstreaming, etc.). 

Fahrer und Beifahrer genießen im Ceed Sportswagon eine ordentliche Beinfreiheit. Auch auf der Rückbank können durchaus größere Personen mitfahren – lediglich bei drei Kindersitzen oder Erwachsenen nebeneinander wird es hier dann doch etwas eng. Üppig ist dagegen der Platz im Kofferraum: Je nach Anzahl der umgeklappten Sitze bietet das Gepäckabteil zwischen 625 und 1694 Liter Stauraum. Zudem gibt es noch reichlich Platz für Kleinigkeiten unter dem Kofferraumboden. 

Starker Diesel im Ceed sorgt für Fahrspaß

Gut ablesbar auch bei Tageslicht: der Touchscreen im Ceed.

Für Fahrspaß sorgt in unserem Testmodell der durchzugsstarke 1,6-Liter CRDi mit 136 PS, der die Euro-6d-TEMP-Norm erfüllt und bereits mit einem NOx-Filter ausgestattet ist: Gerade im höheren Drehzahlbereich spielt der Diesel seine Stärken aus, das straff gefederte Fahrwerk vermittelt gerade auf kurvigen Strecken ein sehr direktes Fahrgefühl. Hier erledigt der kompakte Kombi, den es ab 2020 auch als Plug-in-Hybrid mit Stecker geben wird, seine Sache zuverlässig. 

Auch in Sachen Assistenzsysteme leistet sich der Ceed Sportswagon keine Schwächen: So greift der Spurhalteassistent auf Wunsch spürbar, aber doch zurückhaltend ein und auch eine Erinnerung, das Lenkrad nicht los zu lassen, fehlt nicht bei allzu sorglosem Griff ans weiche Leder. Je nach Ausstattung und Motorisierung gibt es den Kombi ab 16.990 Euro – inklusive der typischen Garantie über sieben Jahre. Für diesen Einstiegspreis gibt es viel Auto: Das dürfte einer der Gründe sein, warum rund 35 Prozent aller Ceed-Käufer sich für den geräumigen Sportswagon entscheiden.

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