Fahrbericht CX-5

Mazda auf der Überholspur

Marl - Mazda bringt zahlreiche neue, saubere Motoren für sein erfolgreiches Volumen-Modell CX-5 auf den Markt. Wir haben das Modell 14 Tage lang testen können.

Fast 60.000 Fahrzeuge hat Mazda im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft – das war ein erneutes Plus im Vergleich zu 2017. Paradestück ist dabei der CX-5, und das seit Einführung im Jahr 2012. Auch weltweit ist der Mittelklasse-SUV das Aushängeschild des japanischen Herstellers, macht der Verkauf des Modells doch rund ein Viertel des gesamten Absatzes aus.

Geräuschkulisse ist geringer

Im Vergleich zum Vorgängermodell fällt auf, dass der CX-5 im Innenraum deutlich weniger Geräuschkulisse verarbeiten muss. Gerade bei zügigem Tempo auf der Autobahn wirkt sich das positiv auf die Stimmung im Fahrzeuginnern aus. Niemand muss mehr schreien, wenn er sich mit einem Mitfahrer unterhalten möchte. Nach Kritik in den vergangenen Jahren hat Mazda also seine Hausaufgaben gemacht. Und im Gegensatz zu zahlreichen deutschen Herstellern und Modellen erfüllen alle Motorisierungen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP, die ja erst Mitte des Jahres verpflichtend werden.

Neue Abgasreinigungstechniken

Umgesetzt wurde dies unter anderem durch neue Abgasreinigungstechniken und Modifikationen innerhalb der Motoren. Erstmals werden dabei auch Emissionswerte berücksichtigt, die unter realen Fahrbedingungen ermittelt werden (der so genannte RDE-Abgastest). Und bei den Diesel-Varianten – wie in unserem Testfahrzeug – werden die Stickoxyd-Emissionen durch die Harnstoffeinspritzung verringert. Mittlerweile steht für alle Versionen des Mazda CX-5 eine Smartphone-Integration per Apple CarPlay bzw. An- droid Auto als Option zur Verfügung – die kostet allerdings extra.

Und für Technik-Freaks: Die Fahrdynamik-Regelung G-Vectoring Control bildet den Auftakt für eine ganze Reihe von technischen Innovationen, die Mazda unter dem Begriff „Skyactiv-Vehicle-Dynamics zusammenfasst. Das in allen Motorisierungen serienmäßige System variiert durch minimale Anpassungen des Motordrehmoments die Radlasten und verbessert so das Fahrverhalten vor allem in Kurven. Beim Einlenken in eine Kurve greift das System auf Basis von Gaspedalstellung und Lenkwinkel in die Motorsteuerung ein und reduziert minimal das Drehmoment, das an die Vorderräder geschickt wird. Dadurch verlagert sich mehr Gewicht auf die Vorderachse. Die Folge: Traktion und Lenkverhalten verbessern sich. Wir haben es ausprobiert und in unseren Testwochen die Möglichkeit genutzt, den CX-5 auf seine Allradtauglichkeit im ersten Schnee des Winters zu überprüfen. Und siehe da: Der Mazda bewährte sich auf bzw. im Schneematsch auf der Straße genauso wie auf dem Land, wenn es mal nicht geradeaus ging.

Gleichmäßiges Fahrgefühl

Die automatisch gesteuerte elektronische Verteilung der Kraft sorgte für ein gleichmäßiges Fahrgefühl. Die Grundlage dafür liefern laut Mazda 27 Sensoren, die die Fahrbedingungen und Absichten des Fahrers überwachen, darunter Außentemperatur, Scheibenwischeraktivität, Straßenneigung, Lenkwinkel und Gaspedalstellung. Schon bevor an den Vorderrädern Schlupf auftritt, werden so maximal bis zu 50 Prozent der Antriebskraft an die Hinterräder geleitet. Bei normalen Straßen- und Fahrbedingungen werden hingegen ausschließlich die Vorderräder angetrieben, um Kraftstoff zu sparen. Und dann spricht der japanische Hersteller vom typischen Jinba-Ittai-Fahrerlebnis, ohne die Effizienz zu beeinträchtigen. Wir sagen: Es macht Freude, mit dem CX-5 zu fahren.

Motor/Getriebe:

Verbaut ist ein 2,2 Liter-Diesel-Vierzylinder mit zweistufiger Turboaufladung, Start-Stopp-System sowie Allradantrieb, der 150 PS leistet. Maximales Drehmoment: 380 Nm bei 1800 bis 2600 Umdrehungen. CO2: 137 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP.

Leistung

: Höchstgeschwindigkeit 199 km/h. Von 0 auf 100 km/h: 10,1 Sek. Angegebener Verbrauch: ca. 5,2 Liter Diesel (kombiniert). Wir haben während des Tests 6,4 Liter im Mix verbraucht, davon allerdings wenig Landstraße. Anhängelast bis zu 2100 Kilogramm.

Karosserie

: Länge 4,55, Breite 1,84, Höhe 1,68 Meter. Gepäckraumgröße 506 bis 1620 Liter. Das Leergewicht beträgt 1734 kg.

Preise

: In der Grundausstattung gibt es den Mazda CX-5 für rund 25.490 Euro. Als Mazda CX-5 Skyactiv-D 150 AWD Exclusive-Line kostet das Fahrzeug ab 35.490 Euro und hat unter anderem serienmäßig LED-Scheinwerfer, Parkassistenten vorne und hinten sowie Spurwechselassistent. Unser Testwagen lag inklusive der zusätzlichen Ausstattung, wie z. B. Sonderlackierung, diversen Assistenzsystemen und Apple Car Play / Android Auto bei 39.380 Euro.

Optisch fällt der CX-5 auf der Straße vor allem wegen seiner schmaleren und tiefer positionierten LED-Scheinwerfer und Rücklichter auf. Das wirkt sportlicher und dynamischer als zuvor. Erfreulich bei Mazda: Das Kommunikation- und Kontrolldisplay in der Mitte des Armaturenbretts zieht sich durch alle Modelle durch und benötigt deshalb nicht immer wieder eine neue Einführung. Einzig die Größe nötigt uns doch ein Schmunzeln ab. Knapp 18 Zentimeter sind nicht gerade üppig. Ein Manko bleibt jedoch die schwer zu schließende Heckklappe. Wer sich für den CX-5 entscheidet, der muss die Sportsline-Ausstattung bestellen, will er oder sie eine elektrisch öffnende Heckklappe haben. Die bietet Mazda nämlich für die anderen Varianten nicht an.

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