Fahrbericht

Ford Kuga: Ein SUV zeigt Kante

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Marl - Mit der Einführung des Ford Kuga im Jahr 2008 ist Ford ein großer Wurf gelungen: Das belegen die seitdem stetig steigenden Zulassungszahlen in Deutschland. Nach seinem Facelift im vergangenen Jahr zeigt das familientaugliche SUV nun noch mehr Kante. Wir haben den Kuga zwei Wochen lang im Stadtverkehr und über Land getestet.

Der in den USA als Escape verkaufte Kuga wird für den europäischen Markt in Spanien produziert. Ford ist mit dem Kuga ein Spagat gelungen: Das SUV bietet modernes Design und ordentliche Verarbeitung zu einem äußerst attraktiven Preis – vor allem bei dem Einstiegsmodell, das zurzeit ab 18.900 Euro verfügbar ist.

Viele Extras sind auf Wunsch verfügbar

Wer einen größeren Motor, einige der vielen verfügbaren Extras und zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie Sitzheizung (300 Euro), Metalliclackierung (655 Euro) oder Navigationssystem (350 Euro) wünscht, muss dann allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.

Unser Kuga ST-Line, der ein sportlicheres Fahrwerk bietet und optisch aufgewertet wurde, beginnt bei 31.650 Euro. Als Dieselversion (2,0-Liter-Motor, 150 PS, Euro 6) mit zahlreichen Assistenzsystemen schlägt der Testwagen am Ende mit 40.130 Euro zu Buche. Doch wie schlägt sich der Kuga im Familienalltag?

Das hat uns besonders gut gefallen:

  1. Der Kofferraum verfügt über eine große Ladeklappe, die Rücksitze lassen sich einzeln leicht versenken. Das bietet viel Platz für Reisen, aber auch für den Transport von Fahrrädern und anderen sperrigen Dingen.
  2. Die Frontsitze sind wirklich bequem und bieten von ihrer erhöhten Position einen guten Überblick im Verkehr. Auch in der zweiten Reihe herrscht noch Beinfreiheit.
  3. Die direkte Lenkung des Kuga ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Hiermit fühlt man sich wie in einem Kleinwagen. Rangieren ist ein Kinderspiel, natürlich auch dank der Rückfahrkamera.
  4. Die Verarbeitung im Inneren ist gut: So ist das Lederlenkrad griffig und liegt angenehm in der Hand, der Soft-Kunststoff im Cockpit macht einen wertigen Eindruck.
  5. Das sportliche Design überzeugt: Nach dem Facelift 2017 zeigt der Kuga gerade in der Frontpartie klare Kante als SUV.
  6. Der durchzugsstarke Turbodiesel beschleunigt den etwa 1,5 Tonnen schweren Kuga problemlos. Da muss auch auf der Autobahn niemand fürchten, beim Überholvorgang bedrängt zu werden.
  1. Das etwas weit innen liegende Touch-Display mit davor angeordneten Drucktasten: Hier vertippt man sich recht schnell.
  2. Der sehr wenig intuitiv zu bedienende Bordcomputer, der zwar viele Untermenüs bietet, aber eine Einarbeitung erfordert.
  3. Der doch recht deutlich von den Herstellerangaben abweichende Verbrauch: Unser 2,0-Liter-Diesel benötigt demnach kombiniert 5,9 Liter. Im gemischten Stadt- und Landverkehr (50/50) lagen wir bei fast 9 Liter – wobei der Bordcomputer nur 8 Liter anzeigte.
  4. Die manchmal recht verzögert reagierenden Assistenzsysteme: Auf der Autobahn hat uns der Abstandhalteassistent auf einer kurvigen Strecke ausgebremst, weil die Leitplanke der Ausfahrt zur Raststätte in Kurvenlage für ein Hindernis gehalten wurde.

Wer auf der Suche nach einem familientauglichen SUV ist, das sich zudem gut als Zugfahrzeug eignet, sollte den Kuga mit auf seine Liste nehmen. Zumal im kommenden Jahr eine optisch überarbeitete, rundere Version auf den Markt kommt – da dürften für den aktuellen Kuga gute Rabatte möglich sein.

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